Meditation

Mittwoch, 26. September 2012

Heutzutage gibt es eine Menge Lesestoff zu dem Thema Mediation.

Jedes dieser Bücher schwört darauf, die einzige Wahrheit zu verkünden und so sucht man sich eines der Bücher raus und versucht es.

Ich weiß nicht, wieviele Bücher und Meditationsmethoden ich schon probiert habe, ohne dabei jemals so richtig zu Erfolg zu gelangen.

Da habe ich die 8-Minuten Meditation versucht, eine Meditation, die sich über mehrere Wochen erstreckt und wöchentlich ein anderes Thema aufgreift usw.

Bei jeder dieser Methoden liest man davon, dass es nichts bringt, seine Gedanken wehemend verdrängen zu wollen und dass es effektiver sei, den Gedanken kurz einzufangen, von der Angel zu nehmen und wie einen Fisch zurück ins Wasser zu werfen.

Klingt ganz simpel und es mag sicherlich genügend Menschen geben, die damit prima zurecht kommen, doch kennt leider keiner dieser Autoren mich und mein "Männlein"

Denn jedes Mal, wenn ich versuche mich in Meditation zu begeben ist da dieses kleine Männlein, welches in immer penetranter werdender Weise mit dem ausgestreckten Zeigefinger auf meine Schulter hämmert (kennt jemand Sheldon von "The Big Bang Theory", wenn er an eine Tür klopft? ... So in etwa fühlt sich mein Männlein an ... ich sollte es Sheldon nennen), bis ich völlig entnervt aufgebe und mich ihm widme.

Und schon ist es mit der Entspannung dahin und ich befinde mich meilenweit von dem Zustand der Trägheit entfernt.

Um aber auf ein Level völliger Entspannung und Trägheit zu gelangen, musste ich mir etwas einfallen lassen, um meinen Gedanken einen Maulkorb zu verpassen und dem Männlein die Arme auf dem Rücken festzubinden.

Also kam ich auf eine Idee, die vermutlich ihresgleichen sucht.

Wenn ich also mit der Meditation beginne, lege ich mich hin. Ja, ich weiß, das gehört so garnicht in die klassische Meditation ... aber was ist bei mir schon klassisch? Mir ist es einfach zu anstrengend, mich bei der Meditation zu setzen, auch wenn es dann vielleicht mit dem Erden besser klappt. Liegend erreiche ich schneller eine gewisse Trägheit, die meine Meditation unterstützt. Wobei ich auch nicht kerzengerade auf dem Rücken liege, sondern gerade so, wie es sich gut anfühlt und mir in den "Kram" passt. Frau ist ja eigen *zwinker* ...

Und wenn ich dann da so liege, schließe ich die Augen und beginne mit der Meditation ... ich verfolge meinen Atem und kaum, dass ich ein, zwei Atemzüge gemacht habe, spüre ich das Männlein. Um ihm aber keine Chance zu geben, verfolge ich meinen Atem mit den Worten "Ein" und "Aus".

Nicht gerade kreativ, aber hilfreich, um das Männlein am nervtötenden Hämmern zu hindern.

Nun dauert es nicht lange und ich bin so entspannt, dass ich mein Ziel erreicht habe und jedem Pullover auf der Wäscheleine Konkurrenz machen würde.

Also an alle Meditationsgeplagten da draußen. Wenn es mal nicht so klappt, wie es die Bücher versprechen, nehmt euch einen Ersatzinhalt, konzentriert euch beim Atmen darauf und schon dürfte es funktionieren.

Jedenfalls, wenn man so seltsam daher kommt, wie ich.

Meditative Grüße
Sjel

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