Es wächst

Montag, 31. März 2014

Seit ich meine Chillis gepflanzt habe, schleiche ich jeden Morgen zur Fensterbank, um zu sehen, ob sich schon etwas regt.

Und auch, wenn ich so garnicht damit gerechnet habe, weil gestern lediglich dunkle Erde zu sehen war, schauten mich heute Morgen ganz zaghaft ein paar hellgrüne Stengelchen an. Noch schüchtern, mit den Köpfen in der Erde und nur gerade so zu erahnen.


Und als ich dann heute Abend nach der Arbeit zufällig an der Fensterbank vorbei ging, staunte ich nicht schlecht ... denn die kleinen schüchternen Kerlchen von heute Morgen waren mutig geworden und schauten mich frech an.

 

Ich freue mich so sehr darüber, dass sie schon aus der Erde lugen und bin gespannt, was aus ihnen werden wird. Wie viele es schließlich schaffen, zu einer stattlichen Chillipflanze mit Früchten heranzuwachsen.

Aber noch mehr freut es mich, dass ich ganz im Sinne von Ostara ein neues Werk damit begonnen habe und nun auch die Hoffnung auf Zukunft ganz deutlich zu spüren, bzw. zu sehen ist.

Liebe Grüße

Eure
Sjel

Wo will ich sein?

Sonntag, 30. März 2014

Gestern waren wir mit meinen Eltern unterwegs, unterhielten uns über Dies und Das und kamen irgendwann auf das Thema Auswandern und dass die romantische Vorstellung, die viele davon zu haben scheinen, eigentlich kaum funktionieren kann.

Denn irgendwie muss auch im neuen Land das Leben finanziert werden. Auch hier muss man arbeiten, um über die Runden zu kommen.

Aber um ehrlich zu sein, habe auch ich schon das ein oder andere Szenario des Auswanderns durchgespielt. 

Ich gebe zu, dass mich mein derzeitiges Leben annervt. Ich arbeite täglich so viel, dass ich gerade mal 3,5 Stunden Freizeit habe, wenn ich abends nach Hause komme, die mit Abendessen, Hausarbeit und ein wenig Fernsehen belegt sind. Die Wochenenden sind dann effektiv zu kurz, um ein bisschen zu leben.

Mir fehlt in dieser Hinsicht die Mentalität anderer Länder. Die Mentalität der Schotten oder der Franzosen. Beide kenne ich sehr gut und kann mich besonders mit Letzterer identifizieren, da ich selbst zum Teil Franzose bin. Und bis meine Tante vor ein paar Jahren starb, war ich auch regelmäßig bei ihr und meinem Onkel in Frankreich. Ich genoss jedes Mal das Leben zwischen Ihnen, fühlte mich zuhause und sah, dass ein Leben auch anders, ohne Druck und dem ständigen Drang nach mehr, funktionieren kann.

Diese Mentalität besitzen auch unsere schottischen Freunde und wenn wir zu ihnen fahren, fühle ich mich sofort zuhause und angekommen.

Und da kommt natürlich irgendwann der Gedanke, ob man sich woanders evtl. wohler fühlen würde. Besonders, wenn man ganz tief im Inneren fühlt, dass man nicht in die Stadt, sondern ans Meer gehört. 

Wir leben in der Stadt, in einer großen Wohnung, mit Garten und einem Balkon, aber ich fühle mich nur am Meer so richtig zuhause. Und jedes Mal, wenn wir am Meer sind, sei es in Schottland, Frankreich oder bei unseren Freunden an der Ostsee, spüre ich eine besondere Verbundenheit, die ich nicht erklären kann. Ich spüre das Wilde, Unzähmbare und Unberechenbare, aber auch die Ruhe und Zufriedenheit, die mich erfüllen.

Und so spielt man diverse Szenarien durch. Ist man bereit, sich in ein Abenteuer ohne Sicherheiten zu stürzen? Oder würde gerade das Aufbringen dieses Mutes ein besseres Leben bereithalten? Mit gleichermaßen großen Hürden, die aber besser zu ertragen wären, wenn sie selbst gewählt sind und der Weg nur in der eigenen Hand liegt? Wenn die Mentalität eine andere ist und von Freundschaft, gegenseitiger Rücksichtnahme, uneingeschränkter Annahme des Gegenübers und Hilfsbereitschaft geprägt wäre?

Ein wirklich schwieriges Thema ...

Aber ich bin zumindest so weit, dass ich genau weiß, irgendwann am Meer zu leben. Ob dies nun hier in Deutschland oder aber in Schottland oder Frankreich sein wird, vermag ich noch nicht zu sagen, weil die Gedanken derzeit noch nach Sicherheit streben.

Liebe Grüße

Eure
Sjel

Ostara 2014

Freitag, 21. März 2014

Ostara 2014 ... ein ruhiges Fest ohne viel Aufhebens ...

Den Tag habe ich der Erneuerung sowie der Hoffnung auf die Zukunft gewidmet, indem ich neuen Basilikum gekauft und in einen speziellen Wasserspeichertopf gesetzt habe. Denn auch wenn ich bei Kräutern meist einen grünen Daumen habe, während ich alles andere an Grünzeug schneller kaputt bekomme, als ich Luft holen kann, so standen Basilikum und ich immer auf Kriegsfuß miteinander. Egal ob ich ihn im Garten, auf dem Balkon oder in der Wohnung zog, jedes Mal ging er mir kaputt und jedes Mal waren entweder zu viel oder zu wenig Wasser Schuld. Der Kerl ist auch echt anspruchsvoll.

Und so kaufte ich einen speziellen Topf, der im unteren Drittel ein Wasserreservoir besitzt, welches die Pflanze nach Bedarf versorgt. Vielleicht habe ich ja dieses Mal Glück und der Basilikum geht nicht kaputt.


Darüber hinaus wagte ich mich erneut an das Projekt "Chilli". Denn schon im letzten Jahr hatte ich versucht, eine kleine Chiliipflanze in meinem Garten zu ziehen, was aber nicht so recht gelingen wollte, da es ihr in unseren Breiten effektiv zu nass war.

Und so kaufte ich von einer Firma, deren Emblem die gelbe Schrift auf blauem Hintergrund ist und die zu früheren Zeiten rein auf Kaffee spezialisiert war, ein Chilli-Anzuchtset. Die Chillis werden in einem kleinen Topf in spezieller Erde gezogen und wenn die ersten Pflänzchen ihre Köpfe aus der Erde strecken, kann man entscheiden, ob sie nach draußen umziehen oder in der Wohnung verbleiben sollen.

Da ich aber kein Risiko eingehen möchte, werden die kleinen roten Kerlchen in der Wohnung bleiben.

Jedenfalls sieht der Topf derzeit unspektakulär so aus und symbolisiert für mich ganz klar die Hoffnung auf die Zukunft sowie die Erneuerung, denn beides soll in den nächsten Monaten ganz wichtig für mich sein.


Und herauskommen soll Folgendes ...


Evtl. werde ich heute Abend noch räuchern und den Tag gemütlich ausklingen lassen, um mich für den Beistand der Götter zu bedanken und das immer stärker werdende Licht der Tage zu ehren.

Liebe Grüße

Eure
Sjel

Ostara

Sonntag, 16. März 2014

Ostara ist nicht mehr fern und deshalb möchte ich euch einen weiteren Blick durch das Schlüsselloch gewähren.

Das Wetter wird wärmer, die Blumen blühen in voller Pracht und so sollte das Ritual zu Ostara im Freien gefeiert werden.

Beobachte dabei das Licht am Morgen der Tag- und Nachtgleiche auf dem Wasser eines Flusses oder Teiches und plane dabei deinen Weg.

Säe Samen als Hoffnung für die Zukunft, mache erneuten Frühjahrsputz, bringe Projekte ins Rollen und trenne dich von Altem. 

Vielleicht möchtest du auch einen Altar in der Natur gestalten? Dekoriere ihn dazu mit Symbolen und Blumen der Saison. Fokussiere dabei die Natur um dich herum und entzünde evtl. eine grüne Kerze, die die Erde symbolisiert, eine gelbe Kerze als Symbol für die Sonne und eine lila Kerze als Symbol für das Göttliche. Meditiere vielleicht über den Flammen und was sie bedeuten. Wie passt diese Bedeutung in dein Leben, wie findest du die Balance?

Oder wie wäre es mit einer kleinen Schüssel Milch und Honig, die du rund um deinen Altar auf die Erde gießt und dabei die Natur sowie Mutter Erde ehrst?

Und dann noch eine Räucherung zum Abschluss des Tages? Zu Ehren des Lichtes?

Aber egal wie du es machst ... mache dir das Licht, die Natur, die Sonne sowie das Göttliche bewusst ... denn all dies sorgt dafür, dass wir und alles um uns herum erwachen und an neuer Kraft gewinnen.

Liebe Grüße

Eure
Sjel

Think positive

Donnerstag, 6. März 2014

Wie ich schon in meinem Post zum Thema "Fasten mal anders" geschrieben habe, möchte ich gern positiver denken sowie leben und habe gleich gestern damit angefangen.

Irgendwo im Netz hatte ich vor geraumer Zeit gelesen, dass man sich Glück und positive Dinge am Besten vergegenwärtigt, indem man jeden Abend aufschreibt, was es Positives vom vergangenen Tag zu berichten gibt.

Und so führe ich seit gestern mein "Think positive Tagebuch". Dort dürfen nur positive Gefühle und Erlebnisse rein. Ohne Wertung oder die klitzekleinsten negativen Äußerungen.

Aber das Beste daran ... Es wirkt ...

Je mehr man darüber nachdenkt, welche positiven Erlebnisse oder Gefühle man über den Tag verteilt hatte und sich dies in schriftlicher Form vergegenwärtigt, desto mehr realisiert man, dass alles weit weniger grau und schrecklich ist als man es wahrnimmt. Zudem wird deutlich, dass man ständig dazu neigt, schwarz zu malen, die negativen Dinge bevorzugt zu sehen und regelrecht auf einen Thron zu heben. 

Und dann kommt es automatisch ... Das Lächeln ... Das gute Gefühl ... Und schließlich das Glück

Liebe Grüße

Eure
Sjel

Die blaue Stunde

Mittwoch, 5. März 2014

Laut Definition die Zeit der Dämmerung zwischen Sonnenuntergang und Dunkelheit.

Für mich die wohl schönste Zeit, die uns das nahende Frühjahr zu bieten hat. Nicht nur, weil die blaue Stunde die Zeit einläutet, in welcher ich mich als Allergiker bedenkenlos draußen bewegen kann. Sondern auch weil das Licht und die Farben der Natur in dieser Zeit so elegant und harmonisch mit einander spielen.

Gern sitze ich dann auf dem Balkon, schaue dem schwindenden Licht nach und erspüre die sich verändernden Temperaturen. Anfangs noch in eine Decke gewickelt, evtl. mit einer wärmenden Tasse Tee in der Hand. Später dann in leichter Kleidung, vielleicht sogar im T-Shirt. Lausche dabei dem Lied der Vögel, mit welchem sie den Abend begrüßen und den Tag verabschieden und denke über den vergangenen Tag nach.

Wo war er gelungen und gut, wo nicht so gut und verbesserungswürdig? Wo gab es Momente des Glücks, des Lachens und der Erfüllung? Wo Momente des Ärgers und sonstiger negativer Gefühle?

Ich lasse alles Revue passieren und gehe schließlich mit einem guten und befriedigenden Gefühl voller Pläne und Wohlwollen in den Abend.

Manchmal aber sperre ich meine Gedanken auch aus, meditiere und gebe mich meiner Spiritualität hin.

Wie nehmt ihr die blaue Stunde wahr? Wie "zelebriert" ihr sie und was bedeutet sie für euch?

Liebe Grüße

Eure
Sjel


Fasten mal anders

Dienstag, 4. März 2014

Inspiriert von Naturadottirs Aufruf "7 weeks positive" möchte ich in diesem Jahr auch erstmalig fasten.

Aber nicht im eigentlichen Sinne, sondern ich möchte versuchen, mehr positive Dinge in mein Leben zu bringen.

Dazu habe ich mir drei Ziele gesteckt:

* mehr für mich selbst zu tun und dabei nicht mehr ständig für andere zu funktionieren. Das Leben ist zu kurz, um immer nach der Pfeife anderer zu tanzen und sich dabei selbst zu vergessen.

* mehr mit positiven Gedanken zu arbeiten, mir weniger Sorgen zu machen und weniger zu grübeln, denn nichts passiert ohne Grund und das Universum wird es schon richten, wenn ich von meinem vorherbestimmten Weg abweiche.

* meine Ziele klarer zu verfolgen und dabei fest im Auge zu behalten, was mich glücklich macht und erfüllt. Und mich dabei nicht ständig zu fragen, was wohl meine Umwelt davon halten wird.

Fastet ihr? Und wenn ja, wie?

Liebe Grüße

Eure
Sjel