Jetzt doch vegan oder was?

Dienstag, 22. Juli 2014

Eigentlich hatte ich das Thema Veganismus schon seit geraumer Zeit für mich abgehakt, da mir das Ganze zu viel Aufwand bedeutete und ich mich nicht ewig an den Herd stellen wollte, wenn ich erst abends nach Hause komme und Kohldampf schiebe.

Aber wie es nunmal so ist, bin ich nun doch wieder am Thema dran.

Denn letzte Woche, beim Teamgespräch, kamen wir irgendwie auf das Thema Ernährung und meine neue Chefin fragte mich, wie ich denn damit umgehe, seit meiner Erkrankung im letzten Jahr nicht mehr "normal" essen zu können. Und so erzählte ich, wir kamen ins Gespräch, die andere Kollegin stellte Fragen und irgendwann warf Chefin die magischen Worte in den Raum ... "Hast du es mal mit veganer Ernährung versucht?".

Das saß und ich muss sie sekundenlang wie einen Alien angestarrt haben ...

Und dann begann sie zu erählen ... 

Das sie vor einigen Monaten die "Vegan for fit Challenge" von Attila Hildmann gemacht habe und total begeistert davon sei, weil es nicht nur lecker war, sondern auch viele tolle Nebeneffekte mit sich brachte. Besonders im gesundheitlichen Bereich. Darüber hinaus hatte sie Energie für 10 und es war einfach alles anders, leichter usw.

Also packte ich erst mal meine Gegenargumente aus, die sie mit einem einzigen Satz wegwischte ... "Wenn du sowieso jeden Abend kochst, ist das für dich kein Mehraufwand."

Ich sah sie grübelnd an und sie meinte weiter: "Zumal die Gerichte so konzipiert sind, dass du nicht ewig in der Küche stehst und maximal 30 Minuten für ein Rezepte benötigst. Zudem musst du so oder so einkaufen. Und ob du nun vegane Lebensmittel kaufst oder nicht vegane, bleibt sich letztlich gleich. Einkaufen bleibt einkaufen."

Damit waren wir ein ganzes Stück weiter und ich stellte Fragen.

Irgendwann machte sie mir das Angebot, mir das Buch von Attila auszuleihen, damit ich es einfach versuchen könnte. Zudem versprach sie mir Hilfe und den nötigen Input zu Anfang.

Gestern brachte sie mir das Buch dann mit und ich verschlang es noch am selben Abend. Stellenweise musste ich herzhaft lachen, weil es wirklich unkompliziert und aus dem Leben heraus geschrieben ist. Und dazu sah alles so unglaublich lecker aus. Sogar so lecker, dass ich allein vom Lesen mächtig Kohldampf bekam *lach*

Und so saß ich irgendwann über dem Buch, starrte hinein und fragte mich "Warum eigentlich nicht? Was habe ich schon zu verlieren? Mehr als beim Alten bleiben können die Nebenwirkungen nicht. Und außerdem habe ich jetzt wieder Zeit zum Kochen, weil ich bei meiner neuen Chefin göttliche Arbeitszeiten habe."

Also überlegte ich hin und her, wägte ab, las mich in Erfahrungsblogs und -berichte zur Challenge ein und war gewillt es zu versuchen.
Bis sich ein leises Stimmchen in meinem Hirn meldete und mich fragte, ob ich sicher bin, dass ich es auch schaffe und durchziehe und mich nicht wieder vom inneren Schweinehund ins Boxhorn jagen lasse.

Hmm, da war was dran ... der blöde Köter war bisher immer stärker als ich und hat mich schon an so machem Vorhaben gehindert. Egal was es war ... Meist habe ich 1-2, maximal 3 Tage durchgehalten und schon waren die guten Vorsätze dahin und die so toll geschmiedeten Pläne für den Allerwertesten.

Okay, keine Panik und heute Morgen erst nochmal mit Chefin konferiert.

Die beruhigte mich direkt und meinte, dass es wirklich nicht schwierig wäre und die Challenge prima durchzuhalten sei. Schließlich habe sie es auch geschafft und es sei wirklich kein Hexenwerk. 

Aber was dachte ich blöde Kuh? "Ist ja lieb gemeint Chefin, aber du kennst meinen Köter nicht ..."

Und als ob sie meine Gedanken erraten hätte, grinste sie, drückte mir Matcha-Pulver und Guarkernmehl in die Hand und meinte: "Versuch es. Selbst wenn du es nicht die volle Zeit durchhältst, weißt du wie es geht und kannst immer mal wieder ein paar zwanglose vegane Tage in deine Woche einbauen, wenn es dir und deiner Gesundheit hilft. Aber glaub mir, man hält es prima durch."

Also werde ich es versuchen ... mit der Hilfe meiner Chefin, falls ich Fragen habe oder der Köter seine Zähne fletscht und mit dem guten Gefühl schon nach ein paar Tagen zu wissen, ob es mir hilft oder eben nicht.

Liebe Grüße

Eure
zuversichtliche Sjel

2 Kommentare:

Sandra hat gesagt…

Das ist ja nett gewesen! Ich drücke dir die Daumen daß es so einfach wird, wie es deine Chefin vorhergesagt hat. Ich selbst koche ja nicht, so habe ich auch gar keinen Mehraufwand.

Liebe Grüße und gutes Gelingen!

Sjel Manen hat gesagt…

Hallo Sandra,
ich danke dir vielmals für deinen lieben Post und die guten Wünsche :0)
Ich werde gern berichten, wie es mir während der Challenge ergeht und ob ich durchhalte.
Liebe Grüße
Sjel

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