Schietwetter und Wochenrückblick

Sonntag, 24. August 2014

Ich hatte es mir soooooooooo schön vorgestellt ... denn als ich heute Morgen aufstand, schien die Sonne von einem wunderbar blauen Himmel mit kleinen weißen Wattewölkchen ... der perfekte Tag also, um in die Natur zu gehen, den Kranichbeutel mitzunehmen und zu schauen, wohin es mich führt.

Nachdem dann aber der Haushalt erledigt war und wir gefrühstückt hatten, zog es sich zu und begann wie aus Eimern zu schütten.

Na klasse ...

Dann wieder Sonne vom Wattehimmel ... oh fein ... und gleich darauf wieder Regen ... Hallo?

Beknacktes Wetter ... Und dieser heitere Wechsel zieht sich dann über den gesamten Tag ...

Also was tun?

Meine neuen Runen reinigen und weihen? 

Nein, denn der Gatte hatte mein Ritualzimmer zum Bügeln in Beschlag genommen und da er sehr penibel ist, wird das Ganze eine Lebensaufgabe und ich kann mir die Arbeit mit den Runen von der Backe putzen *grmpf*

Dabei will ich doch endlich mit ihnen arbeiten. Liegen sie doch schon über eine Woche in meinem Ritualzimmer, lächeln mich an und warten darauf, dass ich Zeit für sie finde.

Eigentlich hätte ich niemals daran gedacht, dass ein neues Set Runen bei mir einziehen würde, doch als ich vor zwei Wochen in den Weiten des www nach einem Geburtstagsgeschenk für einen Freund suchte, waren sie plötzlich da. Strahlten mich an und wollten mitgenommen werden. Wunderschöne Runen aus Buchenholz. Ein Traum und auch wenn ich die Seite schnell wieder weg klickte, gingen sie mir nicht mehr aus dem Kopf. Na denn also ... Seite wieder aufgerufen und die Runen bestellt ... Denn wer so laut nach mir schreit, den kann ich unmöglich liegen lassen. 

Manchmal fühlt man es einfach ...

Achja, das Geschenk für unseren Freund ...

Das war ein Akt sage ich euch ...

Denn er ist Druide in den Anfängen. Beginnt gerade, sich mit der Thematik zu befassen, da seine Frau Wicca und er bisher nur damit in Berührung gekommen ist, die Feste nach Wicca mit ihr feierte usw. Doch änderte ein Erlebnis sein Denken und Fühlen von Grund auf und seitdem ist er sich sicher, den Weg der Druiden gehen zu wollen.

Und so lag es natürlich nahe, ihm ein Ogham zu basteln.

Eigentlich kein Problem, aber für einen runden Geburtstag ein bissl wenig.

Aber was schenkt man einer Person, die in den Kinderschuhen des Druidentums steckt, eigentlich schon alles hat und eine recht ansehnliche Bibliothek sein Eigen nennt?

Gute Frage, nächste Frage.

Aber dann war sie da ... die Idee ... zu dem Ogham gab es ein selbstgemachtes Büchlein, damit er die Stäbchen auch zu deuten weiß und sich von Grund auf mit ihnen beschäftigen kann. So kann er sie für sich weihen und den Umgang mit ihnen lernen.

Zusätzlich kam mir die Idee, ihm das Infopaket des OBOD zu bestellen und den Umschlag ein bissl zu verziehren.


Sollte er nun so richtig Blut geleckt haben, kann er sich im OBOD anmelden und den Weg der Druiden weiter gehen.

Der Anfang ist gemacht und den Schubs in die richtige Richtung bekam er in Form unseres Geschenkes.

Selbiges wurde dann noch als "Druiden-Starter-Set" verpackt und nun bin ich gespannt, was er daraus macht. 


Liebe Grüße

Eure
Sjel

Ich lebe!

Dienstag, 19. August 2014

Kurz nach drei ... Feierabend ...

Es zieht mich in die Stadt, denn ein Freund hat am Wochenende Geburtstag und ich brauche noch ein Geschenk.

Als ich aus dem Auto steige, erfasst mich der Wind und ich fröstele. Ich ziehe meine Fleecejacke enger um mich und schließe den Reißverschluss. 

Ich laufe durch die Straßen der Stadt, der Wind zerrt an meiner Kleidung und an meinen Haaren. Ich schlage den Kragen hoch und stecke die Hände in die Taschen. Ich schaue zum Himmel, in ein dunkles Grau, in dem sich die Wolken zu bizarren Formen türmen. Ich atme die klare Luft. Sie ist kühl, füllt meine Lungen mit Leben und ich fühle mich frei.

Ich spüre jede Faser meines Körpers, während der Wind daran zerrt, die Luft mich abkühlt und es langsam zu regnen beginnt.

Und während ich meinen Schirm aufspanne, gibt es nur einen Gedanken ...

"Ja, ich lebe!!!"

Liebe Grüße

Eure 
Sjel

Minervas neuer Blog

Donnerstag, 14. August 2014

Da surfe ich heute durch meine Blogs und natürlich auch zu Minerva ... Und was sehe ich?

Sie hat einen neuen Blog mit tollem Design, den ihr hier findet.

Natürlich wünsche ich Minervas neuem Blog alles erdenklich Gute und viel Erfolg, auf dass er nicht wie der alte Blog, den Weg des Technischen geht.

Liebe Grüße

Eure
Sjel

Tabularasa

Mittwoch, 13. August 2014

Gestern war es mal wieder Zeit für ein wenig Tabularasa und so ging es direkt nach der Arbeit los, denn nachdem es den ganzen Tag trocken war, nutzte ich die Gelegenheit und schnitt meinem Lavendel die Blüten ab, damit er auch ordentlich durch den Winter kommt.

So hatte ich direkt meinen neuen Vorrat an Blüten, den ich gleich zum Trocknen in den Keller brachte.

Danach war mein Kleiderschrank dran und ich packte alle Klamotten, welche ich schon länger nicht mehr getragen habe, in einen Sack, der am Ende zu Bersten voll war, während mir mein Kleiderschrank aufgeräumt und fast schon leer entgegen schaute. Nachdem ich Anfang des Jahres zum ersten Mal für 2014 ausgemistet hatte und ein paar Klamotten mit dem Gedanken "die ziehst du bestimmt nochmal an", im Schrank verbleiben durften, habe ich gestern rigoros aussortiert und dabei flogen auch jene Klamotten in den Kleidersack, die im Januar noch eine Gnadenfrist bekommen hatten.

Ein tolles Gefühl, wieder Altlasten losgeworden zu sein.

Nach dem Kleiderschrank war dann noch Wäschemachen angesagt, die jetzt, oh Wunder, ordentlich in den Schrank passte *gg*.

Dann noch ein leckeres Abendessen und danach reichlich Entspannung mit einem tollen Buch über die Rauhnächte, welches ich mir vor ein paar Tagen bestellt hatte.

Liebe Grüße

Eure
Sjel


Sommer adé?

Sonntag, 10. August 2014

Ist der Sommer nun vorüber? Bekommen wir einen verfrühten Herbst?

Es scheint fast so, denn wir hatten bereits den ersten Morgennebel, es regnet in Strömen von einem grauen Himmel und auch riecht es nach Herbst. Wenn ich auf dem Balkon stehe und die Luft tief einatme, dann spüre ich ihn. Mit jeder Faser meines Körpers. Die Luft riecht bereits klarer und frischer und auch ist es nicht mehr so warm, auch wenn die Sonne scheint.

Mein Körper fährt runter, die Gedanken beruhigen sich und meine kreative Ader lässt sich wieder blicken. Ich möchte bereits herbstlich dekorieren, trinke am Nachmittag den ersten Tee mit meinem Mann, während ich die Filzpuschen an den Füßen habe, die Beine unter meiner liebsten Fleecedecke vergrabe und auch hatten wir gestern unsere erste Suppe.

Eigentlich ein untrügerisches Zeichen für den Herbst, denn weder im Frühjahr noch im Sommer kämen wir auf die Idee, eine Suppe zu essen. Mal davon abgesehen, dass mein Mann erst in den Herbst- und Wintermonaten von sich aus den Wunsch nach einer Suppe äußert. Und gestern tat er dies tatsächlich.

Außerdem denke ich an Schottland. An unseren Aufenthalt im letzten Herbst. Ich denke an die bunten Blätter, die rauhe Landschaft und das Meer, wie sie im Herbst in ihrer besonderen Art vor uns liegen. Ich denke an unsere Freunde und sehe sie in ihrer Küche werkeln. Sehe sie schottische Leckereien zubereiten und uns erklären, dass es diese und jene Köstlichkeit nur in den Herbst- und Wintermonaten gibt. Ich sehe die Ruhe, die sie dabei ausstrahlt, sehe ihr Lachen und die ersten Holzscheite, die von ihm in den Kamin gelegt werden.

Ja, ich glaube, es wird Herbst ... Mit wunderbar warmen Tagen unter bunt leuchtenden Blättern.

Und ich freue mich darauf. Freue mich auf die bunte Natur, die gute Luft und die Wälder in ihrer ganzen Schönheit. Ich freue mich auf lange Spaziergänge in leuchtenden Farben. Im Gepäck meine Ritualgegenstände sowie mein "Tagebuch", um darin alle "magischen" Dinge aufzuzeichnen.

Aber auch freue ich mich auf ein paar Tage am Meer, bei unseren Freunden an der Ostsee. Noch nie war ich im Herbst an der See, doch wenn alles klappt, werde ich es dieses Jahr erleben. 

Liebe Grüße

Eure
Sjel

Lughnasadh 2014

Dienstag, 5. August 2014

Lughnasadh stand dieses Jahr ganz im Zeichen des Mittelalters, denn eine gute Bekannte lud zum Mittelaltermarkt auf der Wiese ihrer mittelalterlichen Taverne. 

Und so saßen wir zu Lugh am Feuer, tranken, aßen, hielten ein kleines Ritual ab und dekorierten alles mit brennenden Kerzen. Jeder von uns äußerte im Zwiegespräch mit den Göttern seine Wünsche, dachte über die gesäten Dinge nach und was er ernten möchte.

Alles in allem war das Fest eher ruhig, aber so und nicht anders hätte ich es feiern wollen.

Darüber hinaus lernten wir neue, wirklich nette Menschen kennen und es kristallisierte sich heraus, dass einer dieser netten Menschen ebenfalls dem Druidentum zugetan ist und die Jahreskreisfeste feiert. 
Und so wollen wir uns nun öfter treffen und gemeinsam druidisch aktiv sein.

Liebe Grüße

Eure
Sjel