Eins mit der Natur

Sonntag, 7. September 2014

Nachdem es in den letzten Wochen wegen des Wetters oder anderer Dinge nicht wirklich geklappt hat, war ich heute mal wieder im Wald.

Ein Ausflug zu unserem Apfelfeld war geplant, da wir dringend Nachschub an selbst gemachtem Apfelmus benötigen. Schließlich geht es unaufhörlich auf die kalte Jahreszeit zu und Reibe- oder Dippekuchen gehen nun wirklich nicht ohne Apfelmus ;0)

Also packte ich meine Ritualtasche und zog los. Männe hatte sich für seine Werkstatt entschieden, so dass ich mit aller Ruhe durch die Natur stromern konnte.

Im Wald angekommen, parkte ich mein Auto, hängte meine Ritualtasche um und los ging es.

Erster Weg war unser Apfelfeld, welches ich kaum noch wiederfand. Überall Gestrüpp, wild wachsende Büsche und fast wäre ich daran vorbei gelaufen, denn es liegt in einem Hang, unterhalb eines ehemaligen Apfelfeldes eines Bauern.

Dieser bewirtschaftet sein Feld aber schon viele Jahre nicht mehr, so dass er alle Bäume abgeholzt hat und das Stück Land sich selbst überlässt. Dummerweise hatte er aber an der Grenze zu unserem Feld eine Hecke angepflanzt, die durch den Wildwuchs inzwischen so hoch und ausladend ist, dass ich unser Feld nur mit Mühe ausmachen konnte.

Theoretisch ist so eine wilde Wiese ja ganz nett, aber wenn alles so hoch wuchert, dass man nicht mal mehr die Bäume sehen kann und nur noch Gestrüpp vor sich hat, finde ich das weniger chic.

Aber ich weiß ja, wo es liegt und so änderte ich die Richtung, ging von unten her dran und voila, da war es.

Leider hing kaum noch etwas an den Bäumen, die Mehrzahl der Äpfel lag faul am Boden und alles, was ich pflückte, war auch schon von Würmern durchlöschert und faul.

Schade eigentlich, denn diese Äpfel sind die Einzigen, die ich gefahrlos essen kann, da sie nicht gespritzt sind und vor sich hin wachsen dürfen. Gegen alle anderen Äpfel, die man in Geschäften bekommt, bin ich hochgradig allergisch und kann nicht mal ein kleines Stück davon essen.

Und so wanderte ich zwischen den Apfelbäumen hin und her, sprach den Bäumen mein Beileid aus, dass sie in diesem Jahr von schlechtem Wetter geplagt wurden und machte ein paar Fotos.

Von Pilzen ...



verwunschenen Bäumen ...



und dem Zugang zu ... ja, wer weiß das schon so genau?


Irgendwann ging ich zum Weg zurück, setzte mich zu einem Baum, lehnte mich an seinen Stamm und machte eine kleine Pause. Atmete die klare Luft und hörte dem Rascheln der Blätter, dem Singen der Vögel und dem Klopfen eines Spechtes zu.

Es war so schön, mit der Natur eins und vom Wald willkommen zu sein.

Liebe Grüße

Eure
Sjel

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