Neuigkeiten

Montag, 24. November 2014

Es ist zwar noch 1 Monat hin, aber bekanntlich fängt nur der frühe Vogel den Wurm und gerade, wenn es um diese besondere Zeit geht, bedarf es in meinen Augen auch einiger Vorbereitung, die sich nur schlecht auf den letzten Drücker erledigen lässt ...

Und genau aus diesem Grund ist heute eine Seite über die Rauhnächte auf meinem Blog eingezogen.

Allerdings halte ich mich eher an den praktischen Teil als an die Theorie, denn dazu dürfte es im Netz genügend Informationen geben.

Viel Spaß beim Lesen und natürlich ist jede Kritik willkommen.

Liebe Grüße

Eure
Sjel

Geschenke aus der Hexenküche - für die badefreudige Hexe

Freitag, 21. November 2014

Wer kennt das nicht? … Man hat einen anstrengenden Tag hinter sich und wünscht sich nichts sehnlicher als Ruhe und Entspannung ... Oder draußen ist es schneidend kalt, man wird schon den ganzen Tag nicht wirklich warm und sehnt sich nach ganz viel Wärme.

Und was wäre da besser geeignet als ein heißes Bad … dazu vielleicht ein paar Kerzen auf dem Badewannenrand, ein gutes Buch, leckere Getränke, Obst und leise Musik im Hintergrund?


Einfach eintauchen in das heiße Wasser, den duftenden Schaum, in Wärme, Wohlbefinden und Entspannung. An nichts denken, abschalten und den Alltag vergessen …


Einfach genießen …

https://www.kleine-miri.de/blog/2014/11/10/bolg-event-geschenke-aus-der-hexenkueche-2014
Für mich gibt es nichts Schöneres, als ein ausgedehntes Bad und da ich noch keinen Badezusatz gefunden habe, welcher streichelweiche Haut macht, aber trotzdem gut riecht und so richtig schön entspannt, mache ich ihn mir eben selbst. 

Mit guten Ölen, dazu noch etwas Milch, wie schon Kleopatra es bevorzugte, und einen Duft zum Dahinschmelzen und Genießen.

Für die Winterzeit liebe ich dabei wärmende Düfte. Besonders, wenn es draußen richtig kalt ist und vielleicht sogar schneit. Düfte, die leicht süßlich, aber doch würzig mit einer milden Schärfe daher kommen. Düfte die an Weihnachten erinnern und das Herz erwärmen. 

Für die wärmere Jahreszeit bevorzuge ich dagegen frische, fruchtige Düfte. Düfte die beleben, gute Laune machen und Energie verleihen. 

Aber irgendwo muss der Duft ja auch rein und so rühre ich am liebsten ein wunderbares Badeöl mit 2 Phasen, welche erst kurz vor dem Baden miteinander vermengt werden.
mein liebstes Badeöl mit Apfelduft und schreiend grüner Farbe ;o)

Hier nun aber das Rezept ... 

2-Phasen-Badeöl mit Milch 

Zutaten:
 
Phase 1
60 g Betain
45 g Milch
8 Tropfen Lebensmittelfarbe
20 Tropfen Paraben K (dient zur Konservierung, muss aber nicht zwingend sein, wenn man das Öl schnell verbraucht)

Phase 2
86 g Sonnenblumenöl oder ein anderes hautpflegendes Öl
80 Tropfen Ätherisches Öl oder Parfumöl (auf keinen Fall Duftöl für die Duftlampe!!!)

Zubereitung:

Phase I im Becherglas verrühren
Phase II in einem zweiten Becherglas verrühren
Phase I in eine schöne Flasche füllen und Phase II darüber geben.
Flasche gut verschließen und kräftig schüttelndie beiden Phasen vermischen sich, trennen sich nach einer Weile aber wieder.
Fertig!
Das Badeöl wird nun vor jeder Nutzung geschüttelt, um die Phasen zu vermischen und erst dann in die Badewanne gegeben.

Ich wünsche euch nun viel Spaß beim Nachrühren, aber noch viel mehr Spaß beim Baden oder Weiterverschenken!

Liebe Grüße

Eure
Sjel  

Geschenke aus der Hexenküche 2014

Samstag, 15. November 2014

In diesem Jahr habe ich endlich Zeit bei Miris toller Aktion "Geschenke aus der Hexenküche" mitzumachen, denn noch in letzten Jahr war es mir aufgrund meiner blöden Arbeitszeiten nicht möglich teilzunehmen.

Umso glücklicher bin ich natürlich, in diesem Jahr dabei sein zu können.

https://www.kleine-miri.de/blog/2014/11/10/bolg-event-geschenke-aus-der-hexenkueche-2014/#comment-334

Falls auch ihr Interesse habt mitzumachen, findet ihr HIER alle Infos.

Ich bin schon sehr gespannt was es dieses Jahr alles aus der Hexenküche geben wird.

Liebe Grüße

Eure
Sjel

Der Weg ist mein ...

Dienstag, 11. November 2014

... oder, um es einfacher zu sagen ... ich glaube, ich habe es begriffen ...

Nach dem recht bewegenden und tiefgreifenden Samhain-Ritual sowie der Möglichkeit, zwei erfahrenen Wiccas über die Schulter schauen und ihre Praxis hautnah erleben zu dürfen, habe ich mich mal wieder gefragt, wo eigentlich mein Weg liegt. 

Wer oder was bin ich? Wo gehöre ich hin? Bin ich druidisch veranlagt oder doch eher in die Richtung der Wiccas? 

Denn um ehrlich zu sein, konnte ich mich keiner der beiden Richtungen zuordnen, da mich immer irgend etwas an beiden Linien "störte". Entweder das Brimborium, die ellenlangen Ritualtexte, die vielen Zutaten oder Zubehörteile sowie die streng festgelegten Strukturen. 

Beides fühlte sich nicht richtig an, aber auch die reine Naturspiritualität war es nicht wirklich. 

Und so flüsterte mir ein inneres Stimmchen, ich solle das Buch über "Druidcraft" von Philip Carr-Gomm lesen, was ich dann auch tat. Jetzt, rückwirkend betrachtet, war es gut das Buch gelesen zu haben, denn nun sehe ich Einiges klarer. Besonders der folgende Satz ließ mich aufhorchen:

"Der Grund, warum so viele von uns einen solchen Weg wählen, anstatt sich einer der vorherrschenden fertigen Religionen anzuschließen, die "alle Antworten" bereithalten, liegt darin, dass wir tief im Inneren verstehen, dass es uns nicht bestimmt ist, einfach nur passive Konsumenten einer Spiritualität zu sein, sondern dass wir aktiv am einem Leben teilnehmen sollten, dass in seiner Essenz tief spirituell ist." 

Des Weiteren schreibt er sinngemäß, dass Druidentum und Wicca uns alle Zutaten liefern, die man kombinieren und so für das eigene Leben zurechtschneidern kann. So wie wir es gerade brauchen und es sich passend anfühlt.

Und ich denke, genau das ist des Pudels Kern. 

Ich konnte mich nicht festlegen, weil mein Inneres es als "nicht passend" empfand. Denn wenn ich die Sache genauer beleuchte, bediene ich mich der Elemente beider "Religionen". Immer wieder finde ich Stellen in meiner spirituellen Arbeit, die sich dem einen oder dem anderen zuordnen lassen. Es sind viele kleine Dinge, die am Ende aber ein Ganzes ergeben und eine genaue Zuordnung schlichtweg unmöglich machen.

Ich möchte frei arbeiten, ohne feste Vorgaben, Dogmen oder dergleichen, möchte mich dem bedienen, was sich richtig anfühlt, mit der Göttin sowie den Elementen arbeiten, spüren was mir die Natur um mich herum vorgibt und spontan entscheiden. Ich möchte mich dem großen Ganzen widmen, dabei über den Tellerrand schauen und ggf. Elemente mit einfließen lassen, die es in keiner der beiden "Religionen" in festgeschriebener oder sonstiger Form gibt, sondern daraus entstehen, wie es ggf. die Ahnen unserer Region gemacht haben könnten.

Und genau deshalb werde ich mich wohl noch ein wenig näher mit "Druidcraft" beschäftigen.

Liebe Grüße

Eure
Sjel

Chai Latte à la Schoko

Freitag, 7. November 2014

Wenn es in Herbst und Winter so richtig kalt ist, die Heizung läuft und sich draußen Wind und Wetter ihr Stelldichein geben, ist mein liebster Platz die Couch. Dazu dürfen meine liebste Wolldecke, Kerzen, ein gutes Buch und natürlich ein heißes und von innen wärmendes Getränk nicht fehlen.

Da ich aber alles verabscheue, was mit Kaffee zu tun hat und Tee meine große Liebe ist, gönne ich mir gern mal einen Chai Latte. Mit viel Milchschaum und einem Zimt- oder Schokoladenpulverkrönchen *mjam*.

Und wenn es dann richtig gemütlich wird und die Julzeit nicht mehr fern ist, kommt zusätzlich noch die Süßnase in mir durch ;0) und es darf auch gern mal ein Kakao sein.
Getoppt wird das Ganze dann nur noch durch eine Kombination aus Chai Latte und Kakao. Bisher gab es da nur ein Instantgetränk der Firma "Kr*ger", welches wirklich lecker ist, aber hauptsächlich nach Schokolade schmeckt und den geliebten Chaigeschmack schwer vernachlässigt.

Was also tut Frau?

Sie nimmt ein Rezept für selbstgemachtes Kakaopulver aus dem Internet und pimpt es mit entsprechenden Chai-Gewürzen. Das Originalrezept für Trinkschokoladenpulver findet ihr übrigens hier bei der lieben Shermin :0) Es ist ein absolutes Gedicht.

Und damit es so richtig schön nach Chai schmeckt, habe ich einfach die Orangenschale weg gelassen und dafür noch gemahlene Nelken sowie Ingwerpulver verwendet. Beides habe ich, als Grundrezept,  mit 1/8 TL dosiert. Wer es gern schärfer mag, der kann die Gewürzemengen natürlich nach Belieben erhöhen.
In meiner abgewandelten Form für ein Schraubglas sieht das Rezept dann so aus ...

57 g Puderzucker
32 g echtes Kakaopulver (nicht dieser Instantkram!)
1/4 TL echte Vanille (gibt es inzwischen in Pulverform)
1/8 TL gemahlener Kardamom
1/8 TL gemahlener Zimt
1/8 TL gemahlener Ingwer
1/8 TL gemahlene Nelke

Wer seine Chai-Schokolade dann noch mehr pimpen möchte, kann zusätzlich noch je 1/8 TL gemahlenen Pfeffer sowie gemahlenen Muskat dazu geben. Ich persönlich verzichte auf diese beiden Gewürze allerdings, weil ich es dann doch nicht sooooo scharf mag ;0)
Dann nur noch die Gewürze mit Kakao und Puderzucker mischen und das Ganze in ein Schraubglas füllen. Wer mag, kann die Mischung auch noch einmal durchsieben, damit die Puderzuckerklümpchen verschwinden.

Für den späteren Gebrauch gibt man dann 1-2 TL der Mischung auf 200 ml heiße Milch. 

Das Pulver eignet sich auch prima als kleines Geschenk für liebe Menschen.

Also lasst es euch schmecken und versüßt euch damit die kalte Jahreszeit!

Liebe Grüße

Eure
Sjel

Welcome November

Montag, 3. November 2014

Auch diesen Monat möchte ich willkommen heißen und habe dazu meine Monatskarte aus dem "Orakel der Hexengeister" gezogen ...

Diesen Monat wird mich "Tam Lin" begleiten. 


Er ist ein Charakter aus einer schottischen Ballade, in welcher es darum geht, wie Tam Lin seine große Liebe, die Königin der Feen rettet.

Auf der Karte wird er als gut aussehender Ritter dargestellt, welcher tief im Wald an einem Brunnenrand steht. Über dem Wasser wachsen wilde Rosen und der Ritter hält mehrere liebliche Blüten in der Hand.

Gezogen besagt "Tam Lin" folgendes:

Taucht Tam Lin auf, so verheißt dies Wiederherstellung und Befreiung von einer schlimmen oder furchterregenden Situation, Genesung von Krankheit, Erleichterung, tröstliche Befriedigung nach erlittenen Schmerzen, ein Gewicht, dass von der Seele fällt. 

Na wenn das mal nicht passt ;0)

Aber auch andere Dinge warten im November auf mich ...

* ich fahre auf Fortbildung
* wir haben Hochzeitstag
* das letzte Lager der Saison findet auf unserem alljährlichen mittelalterlichen Weihnachtsmarkt statt, bei dem wir dieses Jahr zum 10. Mal dabei sind
* wir feiern diverse Geburtstage
* ich werde einen langjährigen Freund wiedersehen
* die ersten Julgeschenke werden in Angriff genommen
* es wird getuppert
* ich probiere eine neue Teesorte
* es gibt wieder jede Menge Suppen
* mein neuer Wintermantel wird getestet
* die Natur wartet mit ersten Frösten 
* dick eingemummelte Spaziergänge stehen an
* ich suche weiter nach einer Decke für meinen Altartisch
* ich arbeite eines meiner ausgedienten Mittelaltergewänder zu einem Ritualgewand um
* lesen, lesen, lesen und dazu neue Bücher erstehen

Und wie verbringt ihr den November?

Liebe Grüße

Eure
Sjel

Samhain 2014

Samstag, 1. November 2014

Samhain ist vorüber und es war ein wirklich tolles Fest. Sehr emotional und ich habe festgestellt, dass ich "noch nicht soweit" bin.

Aber erst einmal von vorn ...

Schon den ganzen Tag über war ich mächtig aufgeregt, denn wir wollten Samhain mit einer Gruppe Wiccas feiern. Die Gruppe hatten wir Anfang des Jahres auf einem Mittelaltermarkt kennen gelernt, da sie ihr Lager direkt neben unserem aufgebaut hatten. Man unterhielt sich, stellte Gemeinsamkeiten fest, setzte sich am Abend zu einem Becher Met oder heißem Gewürzwein zusammen und traf sich auch nach dem Lager regelmäßig. Es entstand eine Freundschaft und so war es nicht weiter verwunderlich, dass die "Chefin" des Clans uns fragte, ob wir mit ihnen Samhain feiern wollen. Denn die beiden Frauen der Gruppe sind bekennende Wiccas, die ihren Glauben aktiv leben, während der Mann der "Chefin" Druide ist.

Sie ist übrigens auch diejenige, die mir in den letzten Wochen mit Rat und Tat zur Seite stand, die Karten legte und bei der Klärung des ein oder anderen Nebels half.

Jedenfalls war ich den ganzen Tag furchtbar aufgeregt und malte mir aus, was am Abend wohl passieren würde. Dann um 16 Uhr war es soweit und wir fuhren zu unseren Freunden. Zuerst einmal gab es Kaffee und Kuchen, wonach ich dem Hausherrn bei der Zubereitung des Samhain-Mahls half. Die Stimmung war locker, aber auch voller Erwartung und Spannung.

Gegen 18:30 Uhr trudelten dann die anderen Gäste ein. Darunter die zweite Wicca und ihr Mann.

Bevor es aber ans Ritual ging, gab es ein feudales Samhain-Mahl. Mit Kürbissuppe, einer gefüllten Pute, Klößen, Rotkohl und Sauce. Dazu einen Pfirsisch-Maracuja-Nachtisch, welchen ich mitgebracht hatte. Dabei stellten wir dann auch fest, dass die Ahnen zugegen waren. Denn immer wieder flackerte das Licht, Bilder fielen (ohne jedwedes Zutun unsererseits) um, es gab Geräusche, als fielen Stühle um (obwohl niemand außer uns im Haus war) usw. 

Und dann war es soweit. Die Männer gingen in die Küche, während wir Frauen das Ritual vollzogen. 

Es war ein sehr energiereiches Ritual und ich brauchte danach noch einige Zeit um mich zu erden und Energie zurück zu gewinnen. Noch nie hatte ich so etwas erlebt und war richtig erschöpft. Obwohl ich meine Ahnen nicht spüren konnte und keinen Kontakt zu ihnen bekam. Dafür aber die beiden Wiccas, die mir sagten, dass meine Oma anwesend war. Sie beschrieben sie als sehr warme, lebensfrohe und freundliche Energie. Mit viel Liebe und Fürsorglichkeit, die sich darüber zu freuen schien, dass wir in dieser Runde zusammen gekommen waren und ausgiebig feierten. Und genauso war auch meine Oma zu Lebzeiten schon gewesen. Das wussten die beiden aber vorher nicht, da ich ihnen nichts von meiner Oma erzählt hatte. Jedenfalls ein sehr emotionaler Moment für mich, als die beiden getrennt von einander von meiner Oma erzählten.

Nach dem Ritual war ich dann "out of order" und nur noch müde. Ich war überhaupt nicht in der Lage, wieder Energie zu tanken, fühlte mich aber zufrieden und wohl in meiner Haut. Ich fühlte mich ausgeglichen und wirklich ruhig. Zudem bestätigten mir die beiden Wiccas, dass es für den Anfang völlig normal sei, so geschlaucht zu sein, denn immerhin war es mein erstes Ritual in einem solchen Kreis mit so viel Energie um mich herum. Sie sagten mir, ich solle nur Geduld haben. Beim ersten Mal sei es nicht ungewöhnlich, die Energien nicht fühlen zu können und dass ich mich da sicher weiter entwickeln würde. Sie selbst hätten auch einige Zeit gebraucht.

Und so verbrachten wir noch einen schönen Abend. Die Männer tranken Whisky, wir erzählten und als es in die Morgenstunden ging und ich nicht mehr wirklich in der Lage war, die Augen offen zu halten, fuhren wir gen Heimat.

Zuhause fiel ich nur noch ins Bett und schlief traumlos.

Jetzt, wieder fit und auf den gestrigen Tag zurückblickend bin ich gespannt, was die Zukunft noch für mich bereit hält und wohin mein Weg gehen wird. Ich durfte erleben, wie sich ein Wicca-Ritual anfühlt, wieviel Energie dabei im Spiel ist, wenn man nicht allein arbeitet und dass es einen Lernprozess darstellt, Kräfte spüren und einordnen zu können.

Ich bin jedenfalls sicher, dass ich noch das ein oder andere Fest mit den beiden Wiccas feiern werde und vielleicht bin ich dann irgendwann soweit wie sie, meine Ahnen und die Energien um mich herum wahrnehmen zu können.

Liebe Grüße

Eure
Sjel