Samhain 2014

Samstag, 1. November 2014

Samhain ist vorüber und es war ein wirklich tolles Fest. Sehr emotional und ich habe festgestellt, dass ich "noch nicht soweit" bin.

Aber erst einmal von vorn ...

Schon den ganzen Tag über war ich mächtig aufgeregt, denn wir wollten Samhain mit einer Gruppe Wiccas feiern. Die Gruppe hatten wir Anfang des Jahres auf einem Mittelaltermarkt kennen gelernt, da sie ihr Lager direkt neben unserem aufgebaut hatten. Man unterhielt sich, stellte Gemeinsamkeiten fest, setzte sich am Abend zu einem Becher Met oder heißem Gewürzwein zusammen und traf sich auch nach dem Lager regelmäßig. Es entstand eine Freundschaft und so war es nicht weiter verwunderlich, dass die "Chefin" des Clans uns fragte, ob wir mit ihnen Samhain feiern wollen. Denn die beiden Frauen der Gruppe sind bekennende Wiccas, die ihren Glauben aktiv leben, während der Mann der "Chefin" Druide ist.

Sie ist übrigens auch diejenige, die mir in den letzten Wochen mit Rat und Tat zur Seite stand, die Karten legte und bei der Klärung des ein oder anderen Nebels half.

Jedenfalls war ich den ganzen Tag furchtbar aufgeregt und malte mir aus, was am Abend wohl passieren würde. Dann um 16 Uhr war es soweit und wir fuhren zu unseren Freunden. Zuerst einmal gab es Kaffee und Kuchen, wonach ich dem Hausherrn bei der Zubereitung des Samhain-Mahls half. Die Stimmung war locker, aber auch voller Erwartung und Spannung.

Gegen 18:30 Uhr trudelten dann die anderen Gäste ein. Darunter die zweite Wicca und ihr Mann.

Bevor es aber ans Ritual ging, gab es ein feudales Samhain-Mahl. Mit Kürbissuppe, einer gefüllten Pute, Klößen, Rotkohl und Sauce. Dazu einen Pfirsisch-Maracuja-Nachtisch, welchen ich mitgebracht hatte. Dabei stellten wir dann auch fest, dass die Ahnen zugegen waren. Denn immer wieder flackerte das Licht, Bilder fielen (ohne jedwedes Zutun unsererseits) um, es gab Geräusche, als fielen Stühle um (obwohl niemand außer uns im Haus war) usw. 

Und dann war es soweit. Die Männer gingen in die Küche, während wir Frauen das Ritual vollzogen. 

Es war ein sehr energiereiches Ritual und ich brauchte danach noch einige Zeit um mich zu erden und Energie zurück zu gewinnen. Noch nie hatte ich so etwas erlebt und war richtig erschöpft. Obwohl ich meine Ahnen nicht spüren konnte und keinen Kontakt zu ihnen bekam. Dafür aber die beiden Wiccas, die mir sagten, dass meine Oma anwesend war. Sie beschrieben sie als sehr warme, lebensfrohe und freundliche Energie. Mit viel Liebe und Fürsorglichkeit, die sich darüber zu freuen schien, dass wir in dieser Runde zusammen gekommen waren und ausgiebig feierten. Und genauso war auch meine Oma zu Lebzeiten schon gewesen. Das wussten die beiden aber vorher nicht, da ich ihnen nichts von meiner Oma erzählt hatte. Jedenfalls ein sehr emotionaler Moment für mich, als die beiden getrennt von einander von meiner Oma erzählten.

Nach dem Ritual war ich dann "out of order" und nur noch müde. Ich war überhaupt nicht in der Lage, wieder Energie zu tanken, fühlte mich aber zufrieden und wohl in meiner Haut. Ich fühlte mich ausgeglichen und wirklich ruhig. Zudem bestätigten mir die beiden Wiccas, dass es für den Anfang völlig normal sei, so geschlaucht zu sein, denn immerhin war es mein erstes Ritual in einem solchen Kreis mit so viel Energie um mich herum. Sie sagten mir, ich solle nur Geduld haben. Beim ersten Mal sei es nicht ungewöhnlich, die Energien nicht fühlen zu können und dass ich mich da sicher weiter entwickeln würde. Sie selbst hätten auch einige Zeit gebraucht.

Und so verbrachten wir noch einen schönen Abend. Die Männer tranken Whisky, wir erzählten und als es in die Morgenstunden ging und ich nicht mehr wirklich in der Lage war, die Augen offen zu halten, fuhren wir gen Heimat.

Zuhause fiel ich nur noch ins Bett und schlief traumlos.

Jetzt, wieder fit und auf den gestrigen Tag zurückblickend bin ich gespannt, was die Zukunft noch für mich bereit hält und wohin mein Weg gehen wird. Ich durfte erleben, wie sich ein Wicca-Ritual anfühlt, wieviel Energie dabei im Spiel ist, wenn man nicht allein arbeitet und dass es einen Lernprozess darstellt, Kräfte spüren und einordnen zu können.

Ich bin jedenfalls sicher, dass ich noch das ein oder andere Fest mit den beiden Wiccas feiern werde und vielleicht bin ich dann irgendwann soweit wie sie, meine Ahnen und die Energien um mich herum wahrnehmen zu können.

Liebe Grüße

Eure
Sjel

4 Kommentare:

Luana Wiesentau hat gesagt…

Liebe Sjel, Danke für disen wunderbaren Post. Da hast Du wirklich etwas Besonderes mit erleben dürfen und ich freue mich regelrecht darüber <3
Lass Dich lieb Drücken und genieße die Restenergien
Grüßle vanessa

Sjel Manen hat gesagt…

Liebe Vanessa,

ich danke dir für deine lieben Worte :0)
Wie war denn dein Samhain? Konntest du es so feiern, wie du es dir vorgestellt hast?

Fühl dich gedrückt.

Liebe Grüße
Sjel

Silberweide hat gesagt…

Da möchte ich mich gerne Luanas Worten anschließen
und mich dafür bedanken, dass du dieses schöne Erlebnis
mit uns teilst♥

Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende♥

Sjel Manen hat gesagt…

Hallo Silberweide,

ich habe mein Erlebnis sehr gern mit euch geteilt.

Auch dir ein schönes Wochenende

Liebe Grüße
Sjel

Kommentar veröffentlichen