Einbildung?

Mittwoch, 25. März 2015

Neulich hatte ich mit einer Bekannten die Rede über Druidentum, Esoterik usw. Dazu sei gesagt, dass die Bekannte zwar die Jahreskreisfeste feiert, sich aber nicht in spiritueller Richtung verwurzelt sieht. Irgendwann ging es auch um die Rauhnächte und ich erzählte munter von den Dingen, die mir während der Rauhnächte passiert sind.

Sie hörte eine zeitlang zu und meinte dann irgendwann, dass sie nicht glaubt, dass man z.B. Elementarwesen sehen kann und sie eher davon überzeugt ist, dass ein Mensch, der sich viel mit solchen Thematiken beschäftigt, irgendwann das kleinste Anzeichen in "seine" Richtung deutet.

Sie meinte, dass jeder Mensch in der Lage wäre sich Dinge "einzubilden", wenn er nur fest daran glaubt und dass es doch eher unwahrscheinlich wäre, z.B. mit Bäumen kommunizieren zu können, von Raben in ungewöhnlicher Weise nach einem Ritual begleitet zu werden, Elementarwesen zu sehen, von Göttern im Traum besucht zu werden usw. Sie konnte sich Letzteres eher damit erklären, dass ich mich am Abend vorher intensiv mit der Frage nach meiner Richtung beschäftigt, dabei mit Brighid gesprochen hatte und dieses nun im Traum noch einmal erlebte. Für sie war das die ganz natürliche Verarbeitung im Traum.

Ich gebe zu, dass mich ihre Aussagen nachdenklich machten und daher würde mich nun interessieren, wie ihr darüber denkt. Glaubt ihr auch, dass es hier eher um zu starke Beschäftigung mit etwas geht oder ob wir, die wir mit Spiritualität arbeiten, doch etwas "können", "sehen" und "verstehen", was anderen verborgen bleibt?

Was meint ihr? Welche Gedanken habt ihr zu dem Thema?

Ich würde mich sehr über eure Antworten freuen.

Liebe Grüße

Eure
Sjel

4 Kommentare:

Atessa hat gesagt…

Das ist genau der Punkt, weshalb ich nicht auf einen klaren Pfad komme. Immer sind die Gedanken da, die deine Bekannte hat. Wenn ich den Wind flüstern höre denke ich mir "ach, du willst das hören, deshalb hörst du es".
Ich meine es ist natürlich definitiv so, dass man dann etwas sieht, was den anderen verborgen bleibt, eben weil sie sich nicht damit beschäftigt haben. Es ist eine andere Wahrnehmung, die wir haben, klar, aber sie muss von uns beeinflusst sein, durchs lesen und vor allem durch das "wahrnehmen wollen".
Ich hätte gerne mal so eine Erfahrung nach der ich mir sagen kann: JA, endlich hast du deinen Weg gefunden, da ist es, etwas, das du dir nicht eingebildet hast!
Leider stagniere ich ein wenig durch diese fehlenden Erfahrungen und mag mich kaum noch mit so etwas beschäftigen. Das "echte Leben" ist momentan sowieso zu stark, als das ich Zeit dazu hätte.

Nichtsdestotrotz lasse ich weiterhin kleine Gaben im Wald, wenn ich Bärlauch pflücke oder ähnliches. Falls es dann doch keine Naturgeister geben sollte (was ich aber hoffe), dann freuen sich wenigstens die Pflanzen und Tiere. Nährstoffe kann man ja immer gebrauchen ;)

Du siehst, ich bin ziemlich Zwiegespalten, aber ein spannendes Thema ist es.
Gruß,
Atessa

Sjel Manen hat gesagt…

Liebe Atessa,
ich danke dir vielmals für dein Feedback und dass du uns an deinen Gedanken teilhaben lässt :0)
Liebe Grüße
Sjel

~ Clara Pippilotta ~ hat gesagt…

Liebe Sjel, ich denke, dass es beides gibt - dass man sozusagen die Flöhe husten hört, wenn man sich zu sehr auf etwas konzentriert. Aber es gibt eben auch diese andere Form der Wahrnehmung, die meist dann stärker wird, wenn man aufhört ständig zu zweifeln und loslässt.

Für mich war das ein ganz einschneidendes Erlebnis, das auch rational von niemandem mehr zu erklären war und dieses tiefe Gefühl in mir drin "da gibt es soviel mehr, als wir auch nur ahnen". Aber ich glaube auch, dass der Zweifel seinen Sinn hat und man lernen muss, ihn dennoch soweit hinter sich zu lassen, dass man sich der Wahrnehmung für diese Dinge weiter öffnet ohne sich darauf zu versteifen. Und je lauter der Alltag, desto schwieriger ist es auch für mich, diese Dinge noch wahrzunehmen.

Und zu Deiner Freundin - wenn sie ein eher rationaler Mensch ist, wird sie diese Dinge natürlich versuchen rational zu erklären. Rationale Menschen wissen aber auch nichts von der "Energie" dieser Dinge und dass je rationaler man ist, desto weniger bekommt man die Energie mit.

Und wenn sie das alles nicht für möglich hält, ist da sowieso eine Sperre dieser Art der Wahrnehmung gegenüber.

Ich jedenfalls zweifle nicht mehr an einer geistigen Welt, auch wenn ich sie nicht ständig wahrnehmen kann.

Liebe Grüsse
Clara

Sjel Manen hat gesagt…

Liebe Clara,

ich danke dir vielmals für deine Ausführungen :0)

Liebe Grüße
Sjel

Kommentar veröffentlichen