Frühling in der Küche

Montag, 20. April 2015

Gestern war nicht viel geplant, so dass ich nach dem Frühstück in den Garten ging und den Tag unter das Motto "Löwenzahn" stellte.
Eine Stunde später hatte ich dann nicht nur unseren Garten, sondern auch den meiner Großeltern geplündert und fast 210 g Blüten in meiner Schüssel.

Daraus wollte ich Löwenzahnblütengelee sowie - limonade herstellen.

Und so machte ich mich erst einmal daran, 200 g Blüten zu zupfen. Diese gingen dann in 500 ml Wasser, mit zwei Nelken, einer Vanillestange und einer Stange Zimt auf Tauchstation. 6 Minuten durfte das Ganze dann köcheln, bis ich es vom Herd nahm, abkühlen ließ und schließlich abseihte. Den Sud ließ ich schließlich noch mit 600 g Gelierzucker 4 Minuten sprudelnd kochen und füllte ihn danach in saubere Gläser. Insgesamt bekam ich 5 Gläser raus.

Nach dem Gelee war die Limonade dran. Hier gab ich 1 Hand voll ungezupfter Blüten in ein großes Ansatzglas, schnitt eine halbe Zitrone dazu und kochte schließlich noch einen Zuckersirup aus 500 ml Wasser und 250 g braunem Zucker (im Original Rezept wird weißer Zucker verwendet), den ich über die Blüten sowie die Zitrone gab, bis alles bedeckt war. Die nächsten zwei Tage darf die Limonade jetzt im verschlossenen Glas ruhen, bis sie mit Sprudelwasser und frischer Zitrone serviert wird.

  Nach 3 Stunden saß ich dann glücklich in meiner Küche und wartete auf meinen Neffen, mit dem ich den Rest des Tages verbringen wollte. Wir aßen Teilchen, machten mein Motorrad sauber, füllten schließlich die zweite Hälfte seiner Sandmuschel mit Wasser und spielten darin mit einer Piratenente.

Ein rundum gelungener Tag, der wirklich sehr entspannend war, denn ob ihr es glaubt oder nicht, aber Löwenzahnblüten zupfen hat fast so meditativen Charakter, wie sie in strahlendem Sonnenschein unter blauem Himmel zu pflücken ;0)

Liebe Grüße

Eure
Sjel

Handfasting auf dem Markt

Montag, 13. April 2015

Schon vor einigen Wochen baten mich mein Schwager und unsere zukünftige Schwägerin darum, ein Handfasting für die beiden abzuhalten, da sie nichts mit der Kirche sowie dem Christentum anfangen können und sich eher der nordischen Götterwelt zugetan fühlen. Sie wollten neben ihrer standesamtlichen Hochzeit eine besondere Zeremonie im Kreise unserer Mittellatergruppe, ihrer Trauzeugen und meiner Schwiegereltern. Stattfinden sollte das Ritual beim ersten Mittelaltermarkt der Saison.

Und so machte ich mir Gedanken, sprach mit Menschen, die seit Jahren selbst Handfastings vollziehen, sammelte Input wo ich konnte und wurde von lieben Menschen aus dem Druidenforum aufgebaut, als mir eine Wicca das Ganze madig machen wollte.

Als das Konzept sowie der Ablauf dann standen, machte ich mich daran, die Trauzeugen einzuweihen, kleine Überraschungen mit Ihnen auszumachen und wies Ihnen ihre Parts zu. Wir hielten regelrecht Standleitung zu einander.

Je näher der Tag rückte, desto nervöser wurde ich. 

Und dann war er da ... 

Der erste Markt der Saison am vergangenen Wochenende. Wir hatten bereits am Freitag aufgebaut und während mein Mann am Abend schon schlief, ging ich den Samstag noch einmal in Gedanken durch. Hatte ich alles eingepackt? War ich gut genug vorbereitet?

Samstags ging ich erneut meine Unterlagen durch, baute alles Nötige auf, dekorierte den Altar und war froh, als es los ging. Die Nervosität war kaum zu ertragen.

Und kurze Zet später hatte ich es vollbracht ... Mein erstes Handfasting und alle waren glücklich *freu*. Mein Schwager hatte ein paar Tränchen verdrückt, Schwägerin ein dickes Dauergrinsen im Gesicht und alle waren ganz begeistert von der Zeremonie. Sogar ein paar Touris waren stehen geblieben, um der Zeremonie beizuwohnen, da sie so etwas noch nie gesehen hatten. 

Aber am Schönsten fand ich die Geste einer Frau. Ich hatte sie aus den Augenwinkeln dazu treten gesehen und war der Meinung, dass sie eine Freundin meiner Schwägerin war, die sich etwas verspätet hatte und fand es daher ganz normal, als sie es den anderen Gästen nachtat, ihre Glückwünsche auf einen Zettel schrieb und an das Handfastingband knotete. Als sie gegangen war, trat mein Schwager zu mir und wollte wissen, wer die Frau gewesen wäre. Irritiert fragte ich, ob sie nicht die verspätete Freundin von Schwägerin sei und so stellten wir alle erstaunt fest, dass niemand sie kannte und sie trotz allem ihre besten Wünsche für das Brautpaar da gelassen hatte.

Eine wirklich schöne Geste, die uns alle berührte.

Zum Abschluss hatte ich dann noch spontan die beiden Besitzer des Nachbarlagers als Überraschung für das Brautpaar eingeladen, da sie Musiker sind und ich am Morgen ein tolles Lied über die Ehe von Ihnen gehört hatte. Glücklicherweise waren sie sofort für meine Idee zu haben und brachten dem Brautpaar ein Ständchen, über welches sich die beiden riesig freuten.

Und dann wurde ausgiebig gefeiert ... Bis in die frühen Morgenstunden, während alle anderen Lager schon längst in ihren Fellen träumten.

Jetzt, nachdem das Wochenende vorüber ist, bin ich froh, das Handfasting vollzogen zu haben und dass mein Schwager und unsere Schwägerin noch in vielen Jahren davon erzählen können, wie besonders ihre Hochzeit war.

Liebe Grüße

Eure
Sjel

Erstes Vollmondritual

Sonntag, 5. April 2015

Gestern Abend war es soweit und ich wagte mich an mein erstes Vollmondritual. 

Dazu räumte ich eines meiner Schrankfächer im Ritualzimmer aus und gestaltete darin einen Schrankaltar, da ich das unsagbare Glück habe, dass der Vollmond direkt in mein Ritualzimmer und auf besagten Schrank scheint. So muss ich weder raus, noch einen anderen Raum als mein Ritualzimmer wählen. 

Der Schrankaltar sollte damit die Funktion meines eigentlichen Altars übernehmen, damit ich diesen nicht verrücken muss und auch käme ich nicht so weit mit dem Altar zurück oder hoch, dass der Mond darauf scheint. Mit dem Schrankaltar habe ich aber all das. Und auch hat er den Vorteil, dass ich ihn nicht ausräumen muss, wenn wir Gäste haben, die dann in meinem Ritualzimmer schlafen. Ich kann einfach alles darin stehen lassen und ziehe nur den Vorhang zu, wenn der Raum anderweitig genutzt wird.

Wirklich praktisch :o)

Aber zurück zum Ritual ...

Den Altar gestaltete ich mit dem Altartuch, welches ich von meinen Wicca-Freundinnen zu Jul bekommen hatte, einem Blümchen, welches mir am Nachmittag beim Einkaufen über die Füße gelaufen war, einem Windlicht aus der Zeitschrift "Herzstück", da es mit seinen Farben für mich den Mond symbolisiert. Steinen, die ich mit guten Wünschen beschrieb sowie mit, für mich wichtigen, Symbolen verzierte, Zucchinikernen und zwei kleinen Häschen als Symbol für Wachstum und Frühling.



Dann öffnete ich das Fenster und ließ das Mondlich herein. Es fiel genau auf den Altar, erleuchtete ihn und ich spürte sofort eine besondere Kraft. Doch bevor ich das Ritual vollzog, stellte ich mich selbst ins Mondlicht und "badete" eine zeitlang darin. 

Ich gebe zu, dass ich mehr als überrascht war, wie stark die Energie des Mondes ist, denn ich fühlte mich belebt und spürte die Kraft des Mondes in jeder Faser meines Körpers.  

Im Mondlicht stehend, trug ich dann meine Wünsche vor und ließ alles Alte gehen, was mir nicht mehr dienlich ist. Zusätzlich bat ich den Mond darum, dass er die Steine auf meinem Altar mit Energie füllen möge, damit die darauf geschriebenen Worte oder Symbole an Kraft gewinnen und mir treue Begleiter sein können.

Nach dem Ritual fühlte ich mich voller Kraft und gut geerdet. Ich war glücklich, leicht, beschwingt und voller Zuversicht. 

Ich hatte mein erstes Vollmondritual vollzogen und erstmals pure Energie gespürt. 

Was für ein Abend ...

Ich war rundum glücklich ...

Als ich dann heute Morgen aufstand, galt mein erster Blick, wie in den letzten Tagen auch, meinen zu Ostara gesetzten Zucchinis. 

Und was soll ich euch sagen? 

Die kleinen grünen Kerlchen sind voller Energie, recken sich kraftvoll der Sonne entgegen und ich bin sehr zuversichtlich, dass mein Versuch gut gelingen wird.



Feiert ihr eigentlich auch Vollmondrituale?

Liebe Grüße

Eure
Sjel

Ostara 2015

Freitag, 3. April 2015

Etwas spät, aber doch noch in ungefährer Nähe, möchte ich euch von meinem diesjährigen Ostara erzählen.

Eigentlich hatte ich geplant, gemeinsam mit meiner Wicca-Freundin zu feiern, doch nachdem eine ihrer Kolleginnen krank geworden war, musste meine Freundin deren Nachtschicht übernehmen, so dass an Feiern nicht zu denken war.

Also plante ich ein kleines Solo-Ritual und widmete mich ganz den Dingen, die in nächster Zeit keimen und voller Hoffnung erblühen sollen.  
So zog ich mich in meinen Ritualraum zurück, bat Brighid, die Elemente sowie die Geister der Natur um Beistand und setzte in einem kleinen Energie-Ritual meine Zucchini-Kerne, welche ich letztes Jahr aus einer sehr leckeren Zucchini entnommen, getrocknet und für diesen Frühling beiseite gelegt hatte, in einen Eierkarton.

Zusätzlich gab ich den Kernen die besten Wünsche, aber auch die Bitte, diverse Dinge für mich zu regeln, mit auf den Weg.

Nach meinem Ritual wusch ich mir auch erst einmal nicht die Hände, da ich das Gefühl hatte, die Erde und die Energie der Kerne "mitnehmen" zu müssen und so verging eine ganze Zeit, bis ich die Hände wusch und das Gefühl hatte nun alles in Einklang gebracht zu haben.

Nun hoffe ich darauf, dass die Kerne zu kleinen Pflänzchen werden und als Symbol dafür wachsen, dass alles was ist, so sein soll und sich zum Guten wendet.


 

Ich hoffe, ihr hattet ebenfalls ein schönes Ostara und konntet all das auf den Weg bringen, was erblühen und gestärkt werden soll.

Liebe Grüße

Eure
Sjel

Welcome April

Mittwoch, 1. April 2015

Der März ist vorüber und das Jahr ist bereits 4 Monate alt. Die im März noch recht verhaltenen Blümchen und blühenden Bäume zeigen sich jetzt in ganzer Pracht, leuchten uns mit bunten Farben entgegen und machen einfach nur glücklich. Die Luft riecht frischer, es liegt eine gewisse Spannung in ihr und man kann kaum erwarten, im Garten oder auf dem Balkon kreativ zu werden. Zudem zieht es uns immer öfter nach draußen und wir heischen nach jedem Sonnenstrahl.

Und auch diesen Monat habe ich eine Karte aus dem "Orakel der Hexengeister" gezogen.

Dieses Mal begleitet mich "Béfind"


Auf der Karte wird eine Wiege, in welcher ein Säugling liegt, dargestellt. Hinter ihr treten 3 Frauen in Erscheinung, die vorderste ist Béfind. Sie hält eine Spindel in der Hand, während die beiden anderen jeweils ein Maßband und eine Schere halten.

Gezogen besagt "Béfind" folgendes: 

Sie zeigt Ihnen, dass Sie die Gaben, mit denen Sie gesegnet sind, nicht anwenden. Aber Sie haben Ihre Fähigkeiten für einen bestimmten Zweck erhalten und erst, wenn Sie sie einsetzen, können Sie Erfüllung finden. Freuen Sie sich darüber, was und wer Sie selbst im Innersten sind und nicht, wie andere Sie haben wollen.

Und wieder passt es zu dem, was mir die Rauhnächte bereits sagten ...

Aber auch andere Dinge warten im April auf mich ...


* Ich versuche mich nicht in den April schicken zu lassen *fg*
* es gibt wieder Tee bei meiner guten Wicca-Freundin
* wir verbringen viel Zeit mit der Familie
* ich treffe mich mit meinen Kräutermädels
* das erste Mittelalter-Lager der Saison steht an
* ich führe mein erstes Handfasting für meinen Schwager und unsere Schwägerin durch
* es geht zum Whisky-Tasting
* wir feiern die standesamtliche Hochzeit meines Schwagers und unserer Schwägerin
* unser Balkon wird gesäubert und danach für die warme Jahreszeit vorbereitet.
* ich versuche mich erstmals daran, Gemüse auf dem Balkon zu ziehen
* ich heiße jeden einzelnen Sonnenstrahl willkommen und freue mich darüber, dass die Sonne weiter an Kraft gewinnt.
* ich möchte mich zusätzlich mehr mit dem Thema Regen beschäftigen und versuchen auch aus ihm meine Kraft zu ziehen.
* ich möchte den Mond in meine Arbeit mit einbeziehen und dort erstmals Rituale durchführen


Und wie verbringt ihr den April?

Liebe Grüße

Eure
Sjel