Mystisches Schottland

Sonntag, 17. Mai 2015

Leider ist unser diesjähriger Schottlandurlaub schon wieder vorüber, aber da ich heute noch frei habe, möchte ich euch von den letzten beiden Wochen erzählen, denn wie sollte es anders sein, sind diverse, magische Dinge passiert.

Die erste Woche verbrachten wir bei unseren Freunden in den Highlands und entschlossen uns an einem Tag, den "großen" Rundweg des "Campus o May" zu wandern. Der Weg führte durch einen wunderbaren Pinienwald und kaum, dass wir gestartet waren, verspürte ich das Bedürfnis, mit den Geistern des Waldes in Kontakt zu treten. Und so bat ich sie darum, uns zu begleiten, wenn sie mich als eine derjenigen akzeptieren, die auf druidischen Pfaden wandelt. Tatsächlich musste ich nicht lange warten und spürte recht bald eine leichte, schwebende und filigrane Energie in meinem Rücken. Es war ein ganz anderes Gefühl, eine komplett andere Energie, als bei unserem Schneespaziergang in heimischen Gefilden. Die Energie fühlte sich neugierig an, als wollte sie schauen, wer dort mit ihr in Kontakt getreten war. Und auch blieb sie nicht direkt hinter mir. Zeitweise spürte ich sie zu meiner Linken oder zu meiner Rechten. Zwischendurch blieb ich stehen, drehte mich um und war überrascht, denn ich hatte das Gefühl zu schwanken, stand jedoch fest und auf meine Trekkingstöcke gestützt auf dem Weg. Bei genauerer Betrachtung merkte ich dann, dass nicht ich mich bewegte, sondern der Wald. Er atmete ... Und ich sah ihm fasziniert dabei zu.


Während des Weges, speziell an wenig bewaldeten Stellen, wo eher das Heidekraut vorherrschte, merkte ich, dass uns die Energie verließ und erst in den bewaldeten Abschnitten zurück kehrte.

Nach gut 3/4 des Weges kreuzte ein munter sprudelnder Bach den Weg, welchen wir nur dadurch überwinden konnten, indem wir über Steine in seinem Bett kletterten. Kaum, dass ich ihn überquert hatte, machte ich die Bakanntschaft mit den dort heimischen Wassergeistern. Ich spürte sie förmlich. Sie waren gut gelaunt, schäumten über vor Energie, tollten und tobten im sonnenglitzernden Wasser über die Steine, durch das enge Bachbett und steckten mit ihrer Fröhlichkeit regelrecht an. Das Gluckern des Wassers klang wie ausgelassenes Lachen, welches aus dem Herzen, aus dem tiefsten Inneren voller Zufriedenheit kommt. Mein Innerstes wurde zum Klingen gebracht und ich war glücklich über diese Energie und dass ich sie überhaupt spüren konnte sowie diese ansteckende Freude und Gelassenheit.



Nach diesem Erlebnis musste ich sofort einen Schluck Wasser aus meiner Flasche nehmen und diese wunderbare Erfahrung mit den Wassergeistern in mir manifestieren.

Nach der ersten Woche wechselten wir dann von unseren Freunden an das südliche Ende des "Loch Ness", da wir in diesem Jahr die Westküste erkunden wollten und besonders die "Isle of Skye" im Auge hatten. Dazu wollten wir noch die Bahnfahrt mit dem "Harry Potter Zug" unternehmen und schauen, ob die Westküste für den nächsten Urlaub in zwei Jahren als direktes Reiseziel gefällt ;0)

Und so waren wir also schon ein paar Tage am "Loch Ness", als wir eines Nachmittages im "Boathouse" saßen, "Sticky Toffee Pudding" mit Eis genossen und mein Blick durch das Fenster auf einen knorrigen Baum fiel. Der Baum war schon ordentlich mit Moos bewachsen und als ich ihn näher betrachtete sah mich ein Gesicht an ... War das etwa eine Baummutter, die sich da gerade zeigte und mich mit dem Gesicht einer alten Frau anblickte? Ich ging ans Fenster und betrachtete den Baum. Es war ein Haselbaum, der gerade erblühte ...


Das musste ich natürlich sofort googlen, als wir zurück im Cottage waren, denn dummerweise hatte ich gerade mein Orakel nicht zur Hand, und war wenig überrascht, dass da genau das stand, was sich seit ein paar Tagen zu manifestieren beginnt.

"Die Zeit des inneren Wachstums und des Lernens ist angebrochen. Genieße sie und lass dir Zeit dabei! Jetzt ist nicht die Zeit, um etwas schnell unter Dach und Fach zu bringen, sondern es in aller Ruhe zu erkunden und das Gelernte innerlich nachklingen zu lassen."

Eine wunderbare Message der Baummutter, an einem wunderbaren Ort.

Einige Tage später kam nun die Fahrt zur "Isle of Skye", wo wir uns die "Fairy Pools" anschauen wollten. 

Schon als wir das Areal betraten, spürte ich die Energie des Ortes. Aber sie fühlte sich verhalten, abwartend, misstrauisch, aber nicht negativ an. Und auch der Bach, den wir überqueren mussten, um zu den Pools zu kommen, sprudelte mir mit neugieriger Vorsicht entgegen. Die Elfen hatten mich wahrgenommen, so viel stand fest, aber man merkte, dass sie nicht wussten, ob sie mir trauen können, was von mir zu halten war und dass sie nicht einordnen konnten, wer da gerade über ihr Areal wanderte. Mir schien es, als ginge ein Raunen durch die Becken, in dem sich die Elfen ihre Befürchtungen mitteilten und auch spürte ich eine gewisse Hektik, als flögen sie hin und her, um sich zu beraten. Die Stimmung und auch die Energie wirkten bedrückend. 

Irgendwann kam ich dann auf die Idee, mich direkt an die Elfen zu wenden, ihnen zu erklären, wer ich war und wo meine Intensionen lagen. 


Kurz vor Ende des Weges ging mein Mann noch ein Stück allein weiter, da er schauen wollte, ob es irgendwo eine Quelle gibt, während ich dieses Zeitfenster nutzte, meine Flasche Wasser und einen Schokoriegel auspackte, mich auf einen Stein setzte und mit den Elfen teilte. Dabei bedankte ich mich, dass sie mir erlaubt hatten, ihr Terrain zu betreten und ein wenig über sie zu lernen. Als mein Mann dann zurück kam, nahmen wir den Rückweg in Angriff und ich fühlte mich leicht und beschwingt und wusste, dass die Elfen mich akzeptiert hatten. Sie wussten nun, mit wem sie es zu tun hatten, dass sie mir trauen konnten und dass von mir keine Gefahr ausging. Eher im Gegenteil. Selbst der Bach sprudelte mir nun anders entgegen. Jetzt war er fröhlich, ausgelassen und es schien, als verabschiede er mich als Freund mit viel Wohlwollen. 


Und dieses Mal war auch das Raunen voll Freude und freundlicher Energie.

Wie ihr seht, hatte ich 2 spannende Wochen und durfte viel Magisches erfahren.

Liebe Grüße

Eure
Sjel

2 Kommentare:

~ Clara Pippilotta ~ hat gesagt…

Liebe Sjel, was für ein wunderbarer Text und wirklich schöne, magische Fotos! Vielen Dank, dass Du das mit uns geteilt hast. Schottland steht auch noch auf meiner Reise-Wunschliste und irgendwann schaffe ich es auch dahin :)

Liebe Grüsse
Clara

Sjel Manen hat gesagt…

Huhu Clara,
ich freue mich, dass dir Text und Fotos gefallen.
Schottland ist ein so tolles Land und ich kann es nur jedem ans Herz legen, der wilde Landschaften und die rauhe Natur liebt.
Wir kommen seit vielen Jahre alle 2 Jahre wieder und lieben es noch immer.
Liebe Grüße
Sjel

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