Litha 2015

Sonntag, 28. Juni 2015

In diesem Jahr war der Plan, mit den Kräutermädels Litha zu feiern und sich dazu schon am Samstag Abend zu treffen, um in das Fest hinein zu feiern. Gesagt getan und so starteten wir Samstag Mittag zu den Mädels. Dort angekommen, hieß es erst einmal ein paar Vorbereitungen treffen und den "Festplatz" schmücken, denn wir wollten, trotz des eher mäßigen Wetters draußen feiern. Und so pflückten wir Blumen, stellten sie in kleine Vasen und dekorierten sie um den Platz. Währenddessen baute mein Mann 4 nagelneue Bänke zusammen, die wir ebenfalls um den Platz herum stellten. In der Mitte platzierten wir die Feuerschale und ein wenig im Hintergrund einen großen runden Tisch für alle Leckereien, die in den nächsten Stunden dort aufgetischt würden.

 
Als nächstes pflückten wir Erdbeeren, die wir sofort zu einem leckeren Milchshake verarbeiteten und schnitten den von mir mitgebrachten schottischen Schokoladenkuchen an. Und so saßen wir gemütlich um das Feuer herum, aßen Kuchen, tranken Kaffee, Tee oder Milchshake und ließen es uns gut gehen. Es wurde geplaudert, viel gelacht, über die Jahreskreisfeste sinniert, da die ein oder andere Anwesende noch nicht alle Feste und die entsprechenden Hintergründe kannte und so wurde es unmerklich Abend.


Die Männer meldeten langsam Hunger und so packte jede von uns die mitgebrachten Leckereien für den Abend aus. Es gab Steaks und Würstchen, die verführerisch duftend auf dem Grill garten, einen ganz tollen Kräutersalat mit mega leckerem Dressing, verschiedene Kräuterdips und -buttern, Kartoffelbrot, selbstgemachte Liköre, Limonaden, Säfte usw.


Und dann begann der gemütliche Teil, nachdem wir wirklich lecker gegessen hatten. Wir saßen am Feuer, wickelten uns zu später Stunde in Wolldecken ein, banden unsere Sorgen und Nöte in kleinen Säckchen mit Sonnenkräutern ein und übergaben sie dem Feuer. Aber es wurde auch orakelt und als ich an der Reihe war, sagte mir die Freundin, dass sie noch niemals so ein gutes Kartenblatt gelegt habe. Ich muss mir also in nächster Zeit um nichts Sorgen machen und darf mich darauf freuen, dass alles so laufen wird, wie ich es mir wünsche. Ich werde erreichen, was ich zu erreichen gedenke und werde für meine Mühen belohnt.

Spät in der Nacht begann es dann zu regnen und so lösten wir die Runde schweren Herzens auf und gingen ins Bett.

Am anderen Morgen wartete dann noch ein leckeres Frühstück auf uns und nachdem wir noch beim Aufräumen geholfen hatten, traten wir am frühen Nachmittag die Heimreise an.

Auf der Fahrt sinnierte ich vor mich hin und konnte auf ein wirklich tolles und rundum gelungenes Fest zurückblicken. Alle anwesenden Mädels haben das Fest wirklich besonders gemacht und ich hätte mit niemand anderem feiern wollen, als mit dieser bunten, aber wirklich homogenen Gruppe. Wir kennen uns nun schon eine ganze Weile und auch wenn wir alle völlig unterschiedliche Charaktere sind, so passt es einfach wunderbar und wir dürfen dort alle so sein, wie wir sind. In dieser Gruppe herrscht absolute Akzeptanz des Gegenübers und nie habe ich mich so gut aufgehoben und angenommen gefühlt, wie bei den Kräutermädels.

Liebe Grüße

Eure
Sjel

In sieben Schritten zum Kräuterbuschen

Dienstag, 16. Juni 2015

Ab Maria Himmelfahrt gibt es bei der lieben Miri eine tolle Aktion zum Binden von Kräuterbuschen. Dort lädt sie uns ein, mit ihr gemeinsam Kräuterbuschen zu binden und dafür 7 Wochen lang Kräuter zu sammeln und über sie zu lernen.

Dazu bekommt jeder, der mitmacht, wöchentlich eine Email mit Such- und Bestimmungstips sowie kleinen Forscheraufträgen.


Ich finde die Idee super und werde auf jeden Fall mitmachen, denn es gehen immer mehr Traditionen verloren, die wir nie wieder zurück bekommen, wenn es keine Menschen gibt, die sie für die nachfolgenden Generationen erhalten.

Und so möchte ich dazu beitragen, Traditionen zu erhalten und sie weitergeben zu können.

Liebe Grüße

Eure
Sjel

Arbeiten mit Bäumen

Freitag, 12. Juni 2015

Seit den Rauhnächten weiß ich nun wo meine "Bestimmung" liegt und so arbeite ich seit dieser Zeit daran, weiter in die Mysterien der Druiden einzusteigen. Dabei habe ich mich mit Elementen und deren Auswirkung auf unser Leben befasst, aber auch mit den Bäumen, Naturgeistern usw., was mir besonders gut in Schottland gelungen ist.


Doch heute möchte ich auf Bäume und die sog. Baummütter zu sprechen kommen, denn für Druiden waren Bäume sehr wichtig.
So gingen sie davon aus, dass in jedem Baum ein guter Geist, eine sog. Baummutter, wohnt. Teilweise schreibt die Geschichte sogar davon, dass die Geister der Bäume Göttinnen seien, die in den Bäumen leben, um z.B. Wache zu halten. Einige Baumgeister sind in Irland sogar als Göttinnen anerkannt worden. 

Dabei waren die Druiden der Meinung, dass jeder Baum, bwz. jede Baummutter gewisse Eigenschaften und ihre ganz eigene Weisheit hat, die sie sich zu Nutzen machten, indem sie mit den Bäumen arbeiteten. Hauptsächlich sahen die Druiden die Baummütter in älteren und knorrigen Bäumen mit einem auffälligen Stamm.

Die Baummütter spendeten nach ihrer Auffassung Trost und Schutz, stellten aber auch hohe Anforderungen an diejenigen, die mit ihnen arbeiten wollten, wie es auch eine strenge Mutter mit ihren Kindern tun würde.

Außerdem hatte jeder Druide eine spezielle Baummutter als Beraterin und auch sagt man, dass aus der Arbeit mit den Baummüttern das Ogham entstand.


Zu ihren Namen kamen die Baummütter durch verschiedene Möglichkeiten. So soll Hag, die Elder Mutter einen kriegerischen König in einen Stein verwandelt haben und danach in einem Holunderstrauch in der Nähe des Steins gelebt haben, um ihn zu bewachen. Andere weibliche Baumgeister bekamen in keltischen Legenden Namen von Göttinnen und so wurde z.B. die Tannengöttin Druantia von Druiden als Mutter des Baumalphabetes bezeichnet. In Gallien assoziierte man die Baumgeister mit der Eichenmutter oder Nemain der Mutter des heiligen Hains.

 

Bäume sind auch heute noch die am höchsten entwickelten Pflanzen, da sie in der Lage sind eine Symbiose mit uns Menschen herzustellen. Sie geben uns den Sauerstoff, den wir zum Atmen benötigen, während sie sich das ausgeatmete Kohlendioxid von uns nehmen, um besser wachsen zu können. Aber auch eine Verbindung zur Unterwelt, zur Mittelwelt und zur Oberwelt wird ihnen nachgesagt, da ihre Wurzeln tief in die Erde ragen, sich ihr Stamm in unserer Welt und die Krone eines großen und alten Baumes im "Himmel" befindet. Sie haben das Wissen aller Ebenen über viele Jahrzehnte und sogar Jahrhunderte hinweg gesammelt und können es ebenso an uns weitergeben.

Bäume helfen uns bei der Erdung und geben uns ein Gefühl der Verwurzelung und Sicherheit. So nehmen sie unsere negativen Energien und wandeln sie in positive Energien sowie heilende Energien um. Es schadet einem Baum also nicht, wenn wir ihm ein paar unserer negativen Energien abgeben, da er sie genauso wie das Kohlendioxid umwandeln kann.
 

Wie aber arbeiten wir nun mit den Bäumen?

Zuerst einmal ist es wichtig, sich einen Baum zu suchen, mit dem man arbeiten möchte und auch sollte man dazu bereit sein, nicht nur mit dem Baum, sondern auch mit den Geistern des Waldes (in welchem der Baum steht) eine Verbindung aufzubauen. Dazu gehen wir in den Wald und noch ehe wir ihn richtig betreten, stellen wir uns vor, erzählen von unseren Absichten sowie dem Zweck unseres Besuches und bitten um Erlaubnis, weiter gehen zu dürfen. Und dann heißt es erst einmal warten und den Energien "lauschen", denn wir trampeln ja auch nicht einfach in eine Wohnung hinein, wenn uns der Hausherr nicht herein bittet. Sind die Energien freundlich und einladend, wagen wir uns weiter in den Wald hinein. Sind die Energien eher zurückhaltend oder gar ablehnend, dann müssen wir uns erst beweisen und das Vertrauen des Waldes gewinnen, bevor wir auch nur ans Weitergehen denken können. Dazu könnten wir eventuellen Müll am Waldrand einsammeln, kleine Geschenke/ Opfergaben da lassen, für die Bäume singen, trommeln oder sogar tanzen, Aufgaben erfüllen, die wir zufällig wahrnehmen usw. 

Aber auch wenn wir erst einmal herein gebeten wurden, kann es passieren, dass wir bestimmte Areale nicht betreten dürfen und uns auch inmitten des Waldes beim Überschreiten bestimmter Schwellen unwohl fühlen. Dann sollten wir dies respektieren und uns erst als würdig erweisen, auch diese letzten Schwellen überschreiten zu dürfen. 

Haben wir das Vertrauen des Waldes gewonnen und die Erlaubnis uns überall frei zu bewegen, dann können wir die Geister des Waldes darum bitten, uns zu einem Baum zu führen, der gerne mit uns arbeiten möchte. Oder wir suchen uns den Baum aus, der uns in einer bestimmten Situation helfen kann.

Dabei sollten wir aber immer bedenken, dass Bäume mitunter nicht besonders redselig sind, in Rätseln sprechen oder uns Aufgaben stellen, bevor sie bereit sind, ihr Wissen mit uns zu teilen. Es kann also gut sein, dass wir das Wissen nur häppchenweise bekommen und uns dann noch einen Reim darauf machen müssen, nachdem es ewig so aussah, als täten wir nur etwas für den Baum. Aber auch wenn dies der Fall ist, dürfen wir nicht aufgeben, denn das, was wir am Ende erhalten, sollte uns diese Mühe wert sein.

Und wenn wir dann in unserem Wald vollständig akzeptiert sind, können wir die einzelnen Bäume darum bitten, uns ein Stückchen ihrer Äste zu geben um daraus ein Ogham zu fertigen. Es wird kein stärkeres und aussagekräftigeres Orakel geben, als dieses.

  Aber auch bei anderen Dingen können uns die Bäume helfen ... Wie z.B. bei

- Meditationen
- schamanischen Reisen
- Heilungsritualen (die uns aber nur selbst betreffen sollten)
- usw.

Doch egal wobei sie euch helfen ... vergesst nicht, euch IMMER zu bedanken und ein Geschenk (als zusätzliches Dankeschön) an ihren Wurzeln zu hinterlassen.

Liebe Grüße

Eure
Sjel

P.S. nicht jeder Wald muss "erobert" werden, denn es gibt viele Wälder, die den Menschen von Natur aus wohl gesonnen sind, weil sie oft von ihnen bewandert oder anderweitig besucht werden.

An einen besonderen Menschen

Mittwoch, 3. Juni 2015


Mögest du diesen Pfad entlang in die Nebel gehen ...

Doch schaue nicht zurück, denn uns, die wir noch hier geblieben sind, geht es gut. 

Deine Zeit war nun gekommen, so schwer es auch fällt, dies zu akzeptieren.

Doch weiß ich tief in meinem Inneren, dass du auch im Tode sein wirst, wie du es bereits im Leben warst. 
Du wirst uns begleiten, ein wachsames Auge auf uns haben, deine Hände schützend über uns halten, ein stiller Berater für uns sein und auch aus der Ferne nur dann in unsere Angelegenheiten eingreifen, wenn wir es wünschen.

Wir behalten dich in liebevoller Erinnerung, sprechen mit Hochatung von dir und deinem Leben. Du hast so viel geschafft, hattest ein langes und erfülltes Leben. Und wenn man dich fragte, konntest du mit reinem Gewissen antworten, dass du immer glücklich warst. 

Wir denken an dein verschmitztes Lächeln, an die Lachtfältchen um deine Augen, an deinen wunderbaren Humor und den weisen Blick.

Wir erinnern uns daran, wie du voller Enthusiasmus von früher erzähltest oder ein Feuer im Grill entfachtest, wie großzügig und wohlwollend du warst.

An deine Liebe zu Süßigkeiten, gutem Essen, bunten Blumen, deinem Garten und daran, dass du all das aus tiefstem Herzen zu schätzen wusstest. 
  
Wir erinnern uns daran, wie gern du in der Sonne gesessen, ihre Wärme auf deiner Haut genossen und dabei eine alte, abgetragene Mütze ins Gesicht gezogen hattest.

Wir denken an deine liebevolle Art, wie verliebt du deine Frau auch nach 65 Ehejahren noch anschautest und mit ihr Händchen hieltest, an deine überwältigende Loyalität und daran, dass du immer für uns da warst.

Aber auch an deine unerschütterliche Ruhe und dass dich nichts aus der Bahn werfen konnte, so turbulent es auch zuging.

Du wurdest nie laut und zeigtest uns, dass das Leben nicht nur schön ist sondern auch ein Geschenk an alle, die es annehmen wollen.  

Bis zuletzt warst du stark, unerschütterlich und ein Fels in der Brandung.

Wir werden dich sehr vermissen!

In Liebe
Sjel

Welcome June

Montag, 1. Juni 2015

Es ist Juni und wir steuern unaufhörlich auf den Sommer zu. Die Natur verändert sich stetig, die Sonne lässt sich immer öfter blicken, es wird wärmer und auch haben die Freibäder schon eine ganze Weile geöffnet. Erste Sommergewitter ziehen über das Land und wir spüren deutlich, dass sich nicht nur die Natur verändert sondern auch wir. Wir haben mehr Energie und nun ist es an der Zeit das in die Tat umzusetzen, was im Frühjahr geplant wurde.

Und auch diesen Monat habe ich eine Karte aus dem "Orakel der Hexengeister" gezogen.

Dieses Mal begleitet mich "King Finvarra"


Auf der Karte wird ein gut aussehender, menschlich gereifter Elfenkönig dargestellt. In seinem prachtvollen Palast, der unter einem Feenhügel liegt, sitzt er vor einem Schachbrett.

Gezogen besagt "King Finvarra" folgendes: 

Wenn der Elfenkönig Finvarra in Ihren Karten erscheint, so symbolisiert er Autorität und Autoritätspersonen. Es geht um Verwaltung, Gesetz, rechtliche Vereinbarungen, Verträge und Übereinkommen. Diese Karte kann auch eine wirkliche Person in Ihrem Leben anzeigen: einen seelisch und sozial gereiften Mann, der sich mit gesellschaftlichen Anliegen und einzelnen Personen befasst. Er ist sensibel, mitfühlend und emotional unterstützend. 

Und um ehrlich zu sein, habe ich keine Ahnung, was das bedeuten soll ...

Aber auch andere Dinge warten im Juni auf mich ...

 

* die Grüne-Smoothies-Frühlings-Challenge startet
* ich mache bei der Juni-Challenge der Wilden Wölfin mit
* ein langes Wochenende steht an
* leider auch eine Beerdigung :o(
* ich sehe meine Kräutermädels wieder
* wir feiern Litha mit den Kräutermädels und einem kleinen Zeltlager
* diverse Geburtstage wollen gefeiert werden
* ich schneide meinen Rosmarin zurück, da er inzwischen viel zu groß ist
* die abgeschnittenen Rosmarinzweige bekommen ein neues Zuhause bei meinen Kräutermädels
* ich widme mich weiterhin meinem Balkongemüse und setze neue Kräuter
* Auto und Motorrad müssen über den TÜV
* die Arbeit mit dem Mond bekommt einen neuen Stellenwert, da nun die Arbeit mit dem Regen abgeschlossen ist und ich mehr Zeit für den Mond habe
* ich arbeite vermehrt mit den Baumgeistern


Und wie verbringt ihr den Juni?

Liebe Grüße

Eure
Sjel