Erntezeit - Dippekuchen

Montag, 21. September 2015

Ein absolut typisches Gericht aus dem Rheinland ist der Dippekuchen. Ein aus Reibekuchenteig gefertigter "Kuchen", welcher in einem großen Bräter gemacht wird. Traditionell enthält er hier in der Gegend entweder Speck, Mettwürstchen oder beides. Bei uns in der Familie gibt es ihn jedoch nur mit Speck. 
Jedenfalls ein Essen, welches es hier im Rheinland meist nur in Herbst und Winter gibt. Nicht nur, weil es sehr mächtig und nichts für die gute Figur ist, sondern auch, weil die Kartoffel das typische Erntegut des Herbstes ist.

Zusätzlich ist der Dippekuchen kein Gericht für 2 Personen, weshalb es sich anbietet, ihn für eine ganze Horde Menschen zu machen. Sei es zu Jahreskreisfesten, Geburtstagen oder was auch immer.

Zutaten für 12 Personen:

5 kg Kartoffeln
9 Eier
Speckwürfel (hier gebe ich euch keine konkreten Angaben, da jeder nach Gusto entscheiden sollte, wieviel Speckwürfel er in seinem Dippekuchen haben möchte - Ich dosiere sie jedenfalls nach Gefühl)
6 Zwiebeln
6 EL feine Haferflocken
Salz, Pfeffer, Muskat
Fett für den Bräter

ACHTUNG: Nehmt als Speckwürfel keinen "Schwarzwälder Schinken", denn er ist extrem salzig und sorgt für böse Überraschungen im Dippekuchen (einmal vergriffen und schon kann ich aus Erfahrung sprechen *gg*) 

Zubereitung:

Die Kartoffeln und die Zwiebeln schälen, vierteln und mit der feinen Reibe in der Küchenmaschine reiben (geht auch ohne Küchenmaschine, wenn man für weit weniger Personen kocht, aber es erleichtert Vieles)
Die Masse im Behälter (nach Möglichkeit) schräg stellen, damit die entstehende Flüssigkeit abtropfen kann. Darf die Masse nicht abtropfen, wird der Dippekuchen weniger knusprig und matschig.
Den Speck unterheben
Die Masse nun kräftig mit Salz, Pfeffer und etwas Muskat würzen (wer hier zu wenig würzt, hat am Ende einen faden Dippekuchen ... Die Kartoffeln saugen sehr viel der Gewürze auf, weshalb man ruhig mutig sein darf. Bedenkt aber beim Salzen, dass ihr noch den Speck im Teig habt, der zusätzlich salzt)
Die Eier untermengen und mit Haferflocken binden
Den Bräter einfetten und die Masse in den Bräter füllen
Das Ganze bei 200° C ca. 1,5 Stunden backen, bis sich eine wunderbar braune Kruste gebildet hat (in unserer Familie ist die Kruste sehr begehrt, weshalb sie uns garnicht knusprig genug sein kann *gg*)
Nun den kompletten Bräter auf den Tisch stellen, damit sich jeder selbst bedienen kann.

Dazu gibt es bei uns selbstgemachtes Apfelmus, wobei manch andere Familie noch Schwarzbrot, Kräuterquark oder Rübenkraut dazu genießt.

Viel Spaß nun beim Nachkochen ... eure Gäste werden ihn lieben ...

Liebe Grüße

Eure
Sjel 


P.S. ein Foto reiche ich nach, wenn es Anfang Oktober bei uns den ersten Dippekuchen gab :0)

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