Samhain 2015

Donnerstag, 5. November 2015

Wie an Samhain bereits erwähnt, sollte in diesem Jahr keiner unserer Pläne funktionieren, so dass wir schließlich mit meinen Eltern essen gingen. Nach dem Essen wollte ich mich in mein Ritualzimmer zurückziehen und ein Ahnenritual zelebrieren, doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Wir hatten also nach einem gemütlichen Abendessen gerade unsere Wohnung betreten, als es mich förmlich aus den Latschen haute. Was hier an Energien zugegen war, war kaum zu fassen. Noch im letzten Jahr hätte ich keine davon wahr genommen, doch dieses Jahr nahm ich sie alle wahr und konnte einordnen, welcher Ahn zugegen war. Ein tolles Gefühl.

Allerdings kosteten mich diese Energien auch so viel eigene Energie, dass mein Ritual wegen "Isnich" ausfiel und ich nicht mehr von der Couch hoch kam. Meine Ahnen hatten wohl beschlossen, dass es ein ruhiger Abend ohne Brimborium werden sollte und mich deshalb mal eben außer Gefecht gesetzt. So fühlte es sich jedenfalls an.

Als ich später im Bett lag, begleiteten sie mich und ich spürte 3 Energien um mich herum. Die meiner Oma stand neben meinem Bett und es war sehr beruhigend. So als streiche sie einem Kind über dem Kopf und bliebe an seiner Seite, bis es eingeschlafen ist. Die Energie meines Opas, der im Mai erst verstorben ist, stand am Fußende meines Bettes. Er war ganz ruhig, aber seine Energie schien noch nicht in der Anderswelt gefestigt, denn stellenweise konnte ich sie nicht richtig einordnen. Und die dritte Energie war die meines Ex-Freundes. Er stand am Fenster, sah aus der Ferne zu mir herüber und wirkte eher zurückhaltend. So wie er bereits zu Lebzeiten gewesen war.

Bevor ich einschlief, bedankte ich mich noch für die Anwesenheit der drei und dass sie immer auf mich aufpassen. Aber auch wendete ich mich konkret an meinen Opa und bat ihn darum, sich um meine Oma zu kümmern, sie vielleicht in der Nacht noch zu besuchen und ihr zu sagen, dass er für sie da und alles gut ist, da sie nach 65 Ehejahren sehr unter seinem Tod leidet. Und auch stellte ich ihm Fragen, die er mir so beantwortete, dass ich es verstand und nun weiß, dass es ihm gut geht.

Auch wenn Samhain so garnicht wie geplant verlaufen ist, war es sehr gelungen und ich bin glücklich darüber, dass meine Ahnen in dieser Nacht bei uns waren.

Liebe Grüße

Eure
Sjel

4 Kommentare:

athena hat gesagt…

Bei mir lief es ja auch absolut anders als geplant, wie Du vielleicht gelesen hast. Aber bei Dir klingt es sehr magisch und wunderbar verbunden <3
Nach 65 Ehejahren den Partner zu verlieren, das zerreißt einem sicher das Herz... :,-( Ob es zum Leben dazu gehört oder nicht, dennoch wiegt der Schmerz des Verlustes schwer...
Aber es klingt wundervoll behütet und schön.
Ich wünsche Dir noch weiter eine magische Ahnenzeit und sage bis die Tage mal!

Sjel Manen hat gesagt…

Hallo Athena,
ich danke dir für deine Worte. Ich habe deinen Beitrag gelesen und musste schmunzeln, dass ich nicht allein war mit einem "ungeplanten" Samhain.
Und du hast Recht. Der Schmerz des Verlustes wiegt sehr schwer bei meiner Oma, aber wir wissen alle nicht, wie wir ihr helfen könnten, denn wir können nur ansatzweise erahnen, wie schlimm es sein muss, den Partner nach so langer Zeit zu verlieren.
Hab auch du noch eine tolle Ahnenzeit.
LG
Sjel

athena hat gesagt…

Ich glaube manchmal ist das einzige was man tun kann und sollte... einfach da zu sein und still Anteil zu nehmen. Die Schulter zum Anlehnen sein und diejenige, die mal ein Lächeln in ihr Gesicht zaubert, wenn es auch momentan bestimmt noch nicht häufig wieder vorkommt.
Alles Liebe und viel Kraft auch weiterhin für Dich und Deine Lieben, bis bald!

Sjel Manen hat gesagt…

Ich danke dir vielmals :0)

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