Die Arbeit als Druidin - Rituale

Donnerstag, 25. Februar 2016

Bevor wir in das nächste Kapitel einsteigen, ist es wichtig, etwas über Rituale zu wissen, denn im Gegensatz zu vielen Wiccas ist der Druidin nicht daran gelegen, Macht aufzubauen oder freizusetzen sondern mit den Kräften der Natur und dem Göttlichen in Verbindung zu treten.

Druidinnen erfüllen ihr gesamtes Leben mit Magie und so finden langsame, aber dauerhafte Veränderungen aus ihrem Inneren heraus statt, so dass sie die äußere Welt mit ihren Gedanken, Worten und Taten beeinflussen können. 

Natürlich spricht nichts dagegen, druidische Rituale hin und wieder zu unserem eigenen Wohl durchzuführen, doch sollten wir uns bei jedem Ritual darauf konzentrieren, einen Menschen, ein Tier oder einen Ort zu segnen. Besonders der Ort, an dem wir gerade arbeiten und die dort lebenden Tiere, Naturgeister und Pflanzen verdienen diesen Segen, wenn sie uns etwas von sich geben. Auch wenn dies nur in Form von Wohlbefinden usw. passieren mag. Und während wir uns dann darauf freuen, dass unser eigener Wunsch in Erfüllung geht, tun wir gleichzeitig etwas Nützliches für andere. Also eine absolute Win/Win-Situation, von der am Ende alle profitieren.

Jede Druidin sollte sich daher im Klaren darüber sein, dass jede Veränderung und jeder Fortschritt in ihrem Inneren beginnt und dass ein gutes Ritual den Anstoß oder die Stärke dafür liefert. 

Liebe Grüße

Eure
Sjel

Die Arbeit als Druidin - persönliche Hilfsmittel

Montag, 15. Februar 2016

Bei der Arbeit als Druidin gibt es ein paar Hilfsmittel, die man zumindest kennen sollte, aber nicht zwingend braucht. Man sollte dabei einfach schauen, wo die eigenen Intensionen liegen und ob es sich richtig anfühlt, mit oder ohne diese Hilfsmittel zu arbeiten.

Die Robe

Bei manchen Ritualen, gerade wenn man mit mehreren Gleichgesinnten zusammen feiert oder die Feiern von anderen besucht, möchte man dem Ganzen vielleicht einen besonderen Rahmen geben und sich, wie bei jeder "normalen" Feier auch, extra chic machen. Dazu wählt die Druidin eine Robe, welche gleichzeitig dem Spirituellen sowie der Anderswelt gewidmet ist. Sie kann in den verschiedenen Graden der einzelnen Druidenorden unterschiedliche Farben haben, wobei jedoch bis heute nicht belegt ist, was die richtigen Druidinnen getragen haben. Erst nachdem das Interesse an Druiden im 18. und 19. Jahrhundert wieder erwacht war, zeigten Darstellungen die Druiden in entsprechenden Gewändern. 

Für die heutige Druidin sollte es praktisch sein und je nach Jahreszeit auch warm. Da wären einfache, leinene Unterkleider (wie man sie im Bereich der mittelalterlichen Darstellung findet) eine Option oder ein einfaches, cremefarbenes, langes Kleid. Wichtig dabei ist jedoch, dass auf Schnickschnack verzichtet wird, es locker sitzt, lange Ärmel sowie eine Kapuze hat und bei den Ritualen nicht im Weg ist. Darüber kann man eine Art Westenmantel tragen, der dann die entsprechende Farbe des Grades oder des eigenen Ordens hat. Dazu noch ein langer, ärmelloser, gut verschließbarer Umhang für kältere oder verregnete Tage. 

Aber auch hier gilt, dass man das anziehen soll, was zu einem passt und worin man sich wohlfühlt. Daher habe ich schon viele Gleichgesinnte kennen gelernt, die ein schlichtes mittelalterliches Kleid mit einem cremefarbenen Grundstoff und farbigen Akzenten verwenden. 

Hier sind der Phantasie, dem Geldbeutel und dem eigenen schneiderischen Können also keine Grenzen gesetzt.

Der Stock oder Stab

Ein Stock oder Stab ist ein nützlicher Begleiter, wenn man im Wald über Stock und Stein wandert, Symbole oder einen Kreis in die Erde zeichnen möchte oder eine Befestigung für seine Laterne braucht, wenn man nach Anbruch der Dunkelheit im Freien arbeiten möchte. Aber auch leitet er die Erdenergien nach oben und nimmt die persönliche Energie auf. Mit der Kraft des Baumes, aus dem er besteht und der Energie der Erde, die ihm ebenfalls inne wohnt, erfüllt er uns mit Lebenskraft. Dabei besteht der Stock traditionell aus Eiben-, Eschen- oder Haselnussholz, aber es ist natürlich auch möglich, jedes andere Holz zu nehmen. Vielleicht benötigt man auch gerade die Kraft eines speziellen Baumes, die man damit wunderbar in die eigene Nähe bringen kann. 

Und ob der Stock nun selbst gefertigt, mit den persönlich wichtigen Symbolen, Runen usw. verziert ist oder gekauft wurde, spielt dabei nur die Rolle des eigenen Gefühls.

Der Kranichbeutel

Dieser Beutel bekam seinen Namen von Manannán mac Lir, der seinen Beutel aus der Haut eines magischen Kranichs gefertigt haben soll und alle Schätze Irlands darin beherbergte. Dabei gibt es viele verschiedene Mythen in Bezug darauf, wem die Kranichhaut ursprünglich gehörte. 

Unser Kranichbeutel kann hingegen aus jeder beliebigen Naturfaser bestehen und sollte so groß sein, dass alles, was wir auf unseren Streifzügen durch Wald und Wiesen oder an Ufern von Meeren, Bächen und Seen finden, Platz darin hat. Aber auch alles, was für unsere Arbeit im Freien wichtig ist, sollte Platz darin finden. 

Und wenn dann Vollmond ist, können wir alle Schätze, die wir im Kranichbeutel beherbergen, in seinem Licht mit Energie aufladen, damit wir sie zu unserem Schutz, zur Stärkung oder  zum Heilen verwenden können.

Das Tagebuch

Obwohl die alten Druiden nichts aufschrieben und alles in mündlicher Form an ihre Schüler weitergaben, macht es heute Sinn, ein persönliches Tagebuch über unsere Arbeit zu führen. Dabei können wir über Erfahrungen, Meditationen, Visualisierungen, Weissagungen, Träume, Heilungen, Kräuter, Bäume, Rituale usw. schreiben. Alles, was uns wichtig erscheint, soll darin festgehalten werden. Aber auch Kräuter und Blumen können wir darin trocknen und pressen, Zeichnungen anfertigen, Gedichte und Geschichten aufschreiben und die Meilensteine unserer Arbeit festhalten. 

Das Tagebuch kann zu einem mächtigen Helfer werden, besonders, wenn wir es selbst gestalten und den Einband mit starken Symbolen oder Ogham-Zeichen versehen.

Der Kraftname

Gerade in Zeiten des Internets und dem absolut nachvollziehbaren Wunsch nach Anonymität, kann es Sinn machen, sich einen Kraftnamen zu geben, den wir verwenden, wenn wir mit unbekannten Menschen in Kontakt treten oder uns neu in einer Gruppe bewegen, deren Mitgliedern wir nicht alles von uns erzählen möchten. Dabei können wir uns selbst einen Namen geben oder ihn uns geben lassen. Vielleicht wird er uns sogar durch andere Druidinnen, durch Götter oder Krafttiere, die uns in Traum erscheinen oder durch Naturgeister, Bäume usw. mitgeteilt, wodurch wir eine zusätzliche Akzeptanz der höheren Mächte erhalten.

Liebe Grüße

Eure
Sjel

Die Arbeit als Druidin - suche und errichte deinen Hain

Freitag, 5. Februar 2016

Der Hain einer Druidin ist ein lebendiger Tempel aus Bäumen, in dem sie ihre Rituale feiert, heilt oder Zeremonien abhält. Der Hain ist ihr Mittelpunkt, ihre Quelle der Kraft, ihr Rückzugsort und ihre heilige Stätte. 

Wer nun aber keinen eigenen Hain im Garten hat, kann sich behelfen, indem er in die Natur geht oder die Zimmerpflanzen der Wohnung kreisförmig aufstellt, wobei die letzte Variante zugegebenermaßen eher unmagisch daher kommt. Aber auch Kübelpflanzen auf dem Balkon sind geeignet und natürlich kann man sich jederzeit (insofern man einen Garten besitzt) einen Hain aus Bäumen und Büschen anpflanzen. Dabei sollte der Bereich im Hain so groß sein, dass man darin herumgehen und sich bequem hinsetzen kann. 

Wie aber errichte ich einen heiligen Hain?

* Wenn möglich sollte der Hain in der Nähe einer Wasserquelle liegen oder mit einem Zimmerbrunnen oder einer Schale mit Wasser bestückt werden.
* Arbeite zu unterschiedlichen Tageszeiten und lerne die unterschiedlichen Energien deines Hains kennen. Achte dabei besonders auf die Veränderungen bei unterschiedlichen Mondphasen.
* Lerne die wechselnden Jahreszeiten sowie unterschiedliches Wetter im Hain kennen. Während den Tagen unmittelbar vor den Wendepunkten des Jahreskreises sind die Kräfte besonders stark.
* Lasse zu, dass dich kleine Tiere und Vögel bei deiner Arbeit besuchen und biete ihnen die Möglichkeit, von deinen Pflanzen zu naschen

Neben dem Hain möchte man aber vielleicht auch einen Ort für sich ganz allein haben. Einen Ort, an dem weder Familie, Freunde oder andere Menschen stören könnten. Dazu bieten sich z.B. eine Gartenhütte, ein freies Zimmer unter dem Dach usw. an.

Lasse deine Phantasie spielen und schaffe nicht nur einen Hain für deine spirituelle Arbeit im Freien, sondern auch einen Ort, der ganz allein dir gehört, Privatspähre bietet und das Arbeiten bei schlechtem Wetter ermöglicht. 

Liebe Grüße

Eure
Sjel

Welcome Februar

Dienstag, 2. Februar 2016

Gerade haben wir noch Silvester gefeiert und das neue Jahr begrüßt und schon ist wieder Februar. Imbolc steht vor der Tür und bevor wir uns versehen, ist auch der Frühling schon wieder da. Wo bleibt nur die Zeit?

Und auch diesen Monat habe ich eine Karte aus dem "Orakel der Hexengeister" gezogen.

Dieses Mal begleitet mich "Asrai"


Auf der Karte wird eine zarte, junge Wasserelfe am Rande eines Tümpels im Dämmerlicht dargestellt. Sie streckt ihre Hand nach einer Libelle aus. Im Vordergrund sieht man blaue Schwertlilien.

Gezogen besagt "Asrai" folgendes: 

Sie verweist auf Vernachlässigung des Spirituellen zugunsten des rein Materiellen und auf den Wunsch nach materiellem Reichtum. 

Aber auch andere Dinge warten im Februar auf mich ...


* diverse Geburtstage wollen gefeiert werden
* aber auch Arzttermine stehen an
* Karneval steht in den Startlöchern
* wir besuchen einen Freund im Ruhrpott
* ich muss zum Impfen
* wir gehen das erste Mal in unserem Leben Indisch essen
* ein Whisky-Tasting steht an
* ich sehe meine Kräutermädels wieder
* wir treffen liebe Freunde wieder
* es wird Zeit konkreter zu planen und Dinge ins Rollen zu bringen
* ich mache weiter mit dem immerwährenden Druidenkurs von Emma Restall-Orr 
* ich widme mich der detaillierten Arbeit mit einem Buch über modernes Druidentum


Und wie verbringt ihr den Februar?

Liebe Grüße

Eure
Sjel