Der heilige Hain - erde dich!

Freitag, 25. März 2016

Um mit den Bäumen zu arbeiten und sich mit Mutter Erde zu verbinden, macht es Sinn, sich zu erden. Dabei legen wir Wut oder Angst ab und machen uns frei von allem Negativen. Wir legen ab, was uns stören könnte und öffnen uns für alles Positive, Wissenswerte sowie Lernenswerte. 

Dabei sollte man sich das erste Mal in einem echten Hain erden, um die Verbindung zur Erde herzustellen und dazu einen bestimmten Baum aufzusuchen. 

Aber auch nach einem Ritual oder getaner Arbeit im Hain sollten wir uns erden. Besonders, wenn wir auf schamanischen Reisen waren oder mit der Anderswelt Kontakt hatten.

Dabei hilft die folgende Übung zum Erden:

* Stelle dich mit dem Gesicht zu einem Baum, lasse dabei die Arme locker hängen, während die Finger nach unten zeigen und zwischen den Füßen ein bisschen Platz ist. Halte den Rücken gerade, entspanne deine Muskeln und halte das Kinn leicht gesenkt.

* Hebe deine Hände langsam über den Kopf, während du einatmest und bis 4 zählst. Stelle dir dabei vor, dass kleine goldene Zweige aus dem Baum kommen, die dich sanft umranken, so dass deine überschüssige Energie und alles Dunkle isoliert und in langsamere, positive Schwingungen umgewandelt wird.

* mit nach oben gestreckten Fingern und nach innen gebogenen Armen, die den von dir ausgesuchten Baum widerspiegeln, bleibst du stehen und hältst den Atem an. Zählte bis 2 und stelle dir vor, wie sich die Zweige des Baums langsam zurückziehen und die umgewandelte Energie sanft nach unten, durch deine Körpermitte zu deinen Füßen und Fingerspitzen fließt.

* Nimm deine Arme langsam nach unten, während du bis 4 zählst, so dass sie seitlich am Körper anliegen und die Finger zur Erde zeigen.

* Halte inne, zähle bis 2 und wiederhole den Ablauf weitere zwei Mal, wobei du dir vorstellst, wie die überschüssige Energie weiter aus dir heraus strömt.

* Lasse die letzten dunklen Energien durch deine Füße in den Boden fließen, indem du beim Ausatmen alles Negative freisetzt. Die Erde wird sich darum kümmern, das Negative in Positives zu verwandeln.

* Umarme deinen Baum zum Dank und lasse ihm ein kleines Geschenk da. 

Liebe Grüße

Eure
Sjel

Der heilige Hain - Bäume verstehen und ihre Essenz

Dienstag, 15. März 2016

Inzwischen wissen wir, warum es gerade für uns Frauen von so großer Bedeutung ist, mit den Bäumen zu arbeiten und sie verstehen zu lernen, weshalb wir in erster Linie reichlich Erfahrung mit den einzelnen Bäumen sammeln und die unterschiedlichen Energien spüren lernen müssen. Jede Baumart ist anders und unterscheidet sich nicht nur in Größe und Dichte, sondern auch in der Struktur der Rinde, den Blättern, dem Duft der Blätter oder den Früchten und Beeren. Daher war den Druiden nicht nur die Eiche besonders wichtig sondern auch die Birke, die Weide, die Stechpalme, die Hasel, der Weißdorn, die Erle und die Eibe.

Zu Beginn unserer Arbeit mit den Bäumen geht es überwiegend darum, die Quelle der Kraft und Weisheit verstehen zu lernen und dabei all unsere Sinne zu nutzen und zu schärfen, damit wir nicht nur die äußeren Merkmale begreifen. 

Dabei fällt auf, dass sich sogar Bäume derselben Gattung fein unterscheiden und dass es in einem Kreis aus Bäumen einen oder zwei geben wird, die zu den eigenen Schwingungen passen und unter denen wir uns besonders wohl und geborgen fühlen. Solche Bäume laden unsere Aura oder unser persönliches Energiefeld mit ihrer Essenz auf und wir lernen, geringe Veränderungen der Energie wahrzunehmen. Diese Veränderungen zeigen sich je nach Jahreszeit und Sonnen- oder Mondzyklus.

Es ist also unabdingbar, eine Reihe von Wäldern besucht zu haben, bevor wir uns auf unseren endgültigen Hain festlegen, wenn wir uns nicht in der glücklichen Lage befinden, einen Hain im Garten oder direkt hinter dem Haus zu haben.

Dafür lohnt es sich, ein gutes Buch über Bäume mitzunehmen, damit wir lernen, die Bäume anhand ihrer äußeren Merkmale zu bestimmen und auseinander zu halten. Denn manche Bäume sind sich auf den ersten Blick sehr ähnlich und es wird eine Weile dauern, bis wir sie auseinander halten können. Besonders im Winter. Wenn wir dies dann erst einmal gelernt haben, wird es uns viel leichter fallen, die Essenz der Bäume zu erspüren, ihre Kraft wahrzunehmen und aus unserem Wissen ein großes Ganzes zu machen.

Bevor wir uns aber mit der Essenz eines Baumes verbinden können, ist es wichtig ein paar Dinge zu beachten, die ich hier schon vor geraumer Zeit angesprochen hatte. Denn wir alle wissen, wie unhöflich es ist, in eine Wohnung zu trampeln, wenn der Hausherr uns nicht zuvor herein gebeten hat.

Um sich mit der Essenz der Bäume zu verbinden, dient folgende Übung:

* wähle einen beliebigen Baum in deinem Hain oder einem Wäldchen und arbeite nach Möglichkeit so, dass das Sonnenlicht durch die Blätter fällt oder stelle es dir vor, wenn du an einem trüben Tag arbeitest.
* gehe zum Baum und stelle dich so hin, dass all deine Finger und Zehen den Baumstamm leicht berühren.
* ziehe die üppige, goldene Energie durch deine Füße und Beine nach oben und lasse sie durch deinen gesamten Körper sowie die Organe bis zum Scheitel aufsteigen. Dann lasse sie wieder nach unten fließen und spare keinen Winkel deines Körpers aus, denn hier befinden sich viele Energiezentren, die mit verschiedenen Körperteilen und Organen verbunden sind. 
* lasse dabei zu, dass die Baumessenz in deinem Geist ein Bild schafft. Vielleicht siehst du die Baummutter, eine junge Elfe oder den Wächter des Baumes. Es kann sogar sein, dass du einen Energiestoß oder einen Lichtstrom im Körper verspürst. Vielleicht hörst du auch Worte und egal was passiert, halte die Verbindung zur Baumenergie aufrecht, bis du dich stark und beschützt fühlst.
* Umarme den Baum oder binde zum Dank Bändchen (biologisch abbaubar) oder Blumen an seine Zweige.
* Wenn du es dann noch als angenehm empfindest, setze dich mit dem Rücken an den Baumstamm und verbinde dich mit dem Waldboden, dem Surren der Insekten, dem Zwitschern der Vögel und den vorbeiziehenden Wolken. Verbinde dich mit anderen, die früher an diesem Ort gesessen haben und schicke ihnen deinen Segen. Vielleicht wirst du dafür mit einer sanften Brise belohnt.
* trage die Bilder oder Worte, die dir bewusst wurden, in dein Tagebuch ein und versuche die Baumessenz zu zeichnen.

Liebe Grüße

Eure
Sjel

Der heilige Hain

Samstag, 5. März 2016

Im ersten Kapitel ging es darum, einen Hain zu suchen, sich mit den Dingen auseinander zu setzen, die wir ggf. für unsere Arbeit brauchen und sich vor Augen zu führen, worum es in druidischen Ritualen geht.

Im zweiten Kapitel beleuchten wir nun die Arbeit mit dem Hain genauer und schauen uns ein paar Facetten der Arbeit damit an. Aber auch die Bäume, die wir darin finden können, beleuchten wir genauer und sehen uns an, wie wir damit orakeln können.

Aber warum waren die Bäume für die Kelten eigentlich so wichtig? Die Kelten glaubten, dass sich in jedem Baum, jedem Hain oder jedem Kreis von Bäumen, Himmel, Erde und Wasser treffen. Die Zweige des Baumes berühren den Himmel, seine Wurzeln reichen bis tief in die Erde und dort nimmt er Wasser auf. Das Wasser fällt widerum als Regen auf die Erde, nährt den Baum und schenkt seinen Blättern neue Lebenskraft. Hier finden wir auch die ersten Ansätze, die für weibliche Druiden so wichtig sind, denn wir sind den Bäumen ähnlich. Wir sind mit unserem Heim und dem Bedürfnis nach Sicherheit verwurzelt. Unsere Emotionen und die Inspiration, sich mit der Natur und anderen  zu verbinden, spiegelt das Wasser wider, während der Himmel dadurch symbolisiert wird, dass wir etwas erreichen wollen und können, ohne uns dafür selbst aufzugeben. 

Hier wird die Arbeit der Druidin in anderen Aspekten deutlich und zeigt uns, dass die Bäume für uns Frauen von viel größerer Bedeutung sind, als es vielleicht damals für die männlichen Druiden der Fall war oder es heute sogar noch ist.

In manchen Hainen pulsieren zusätzliche Kräfte, da sie auf Leylinien oder einer unterirdischen Kraftlinien-Kreuzung stehen. Der Kreis der Bäume verstärkt diese Energie noch zusätzlich.

Liebe Grüße

Eure
Sjel

Welcome March

Dienstag, 1. März 2016

So, nun ist es März ... Der Februar ist nur so vorbei geflogen, es gab viel zu tun und langsam geht es in die wärmere Jahreszeit. Die Sonne hat merklich an Kraft gewonnen, die Frühlingsgefühle brechen aus und man hat viel mehr Energie.

Und nicht nur das ...
 
Diesen Monat habe ich mit der Tradition gebrochen und keine Karte aus dem "Orakel der Hexengeister" gezogen, da wir inzwischen nicht mehr auf einer Wellelänge liegen. Seit ich meinen Weg zum Druidentum gefunden habe, scheinen die Karten nicht mehr recht antworten zu wollen und so werden die Aussagen immer schwammiger und stimmen nur noch in Bruchstücken.
 
Daher habe ich mich nun entschieden, diese Karten nicht mehr zu verwenden und lieber das Ogham in Form meines "Keltischen Baumorakels" zu befragen.

Dieses Mal begleitet mich "Efeu"

Bei dieser Karte geht es um die Reise zum Selbst, zur eigenen Seele und um das Erkennen des Seins. Es geht darum, das Unbewusste zu erkennen und zu erforschen und entsprechende Wege einzuschlagen. Nun gibt es kein Versteckspiel mehr und es müssen Entscheidungen getroffen werden.

Aber auch andere Dinge warten im März auf mich ...

 
 
* wir bekommen Besuch von Bekannten
* ich fahre zu einem Kongress
* ich sehe die Kräutermädels wieder
* wir fahren zu einem Whisky-Tasting
* ich feiere Ostara
* es geht ans Eingemachte und Arbeit wartet auf mich
* es wird Zeit die ersten Pflanzen für Balkon und Garten vor zu ziehen
* ich arbeite weiterhin mit Emma und dem Druidenbuch
* die Neugestaltung meines Gartens beginnt
* ich lerne das Lenormand zu legen und damit zu arbeiten


Und wie verbringt ihr den März?

Liebe Grüße

Eure
Sjel