Der heilige Hain

Samstag, 5. März 2016

Im ersten Kapitel ging es darum, einen Hain zu suchen, sich mit den Dingen auseinander zu setzen, die wir ggf. für unsere Arbeit brauchen und sich vor Augen zu führen, worum es in druidischen Ritualen geht.

Im zweiten Kapitel beleuchten wir nun die Arbeit mit dem Hain genauer und schauen uns ein paar Facetten der Arbeit damit an. Aber auch die Bäume, die wir darin finden können, beleuchten wir genauer und sehen uns an, wie wir damit orakeln können.

Aber warum waren die Bäume für die Kelten eigentlich so wichtig? Die Kelten glaubten, dass sich in jedem Baum, jedem Hain oder jedem Kreis von Bäumen, Himmel, Erde und Wasser treffen. Die Zweige des Baumes berühren den Himmel, seine Wurzeln reichen bis tief in die Erde und dort nimmt er Wasser auf. Das Wasser fällt widerum als Regen auf die Erde, nährt den Baum und schenkt seinen Blättern neue Lebenskraft. Hier finden wir auch die ersten Ansätze, die für weibliche Druiden so wichtig sind, denn wir sind den Bäumen ähnlich. Wir sind mit unserem Heim und dem Bedürfnis nach Sicherheit verwurzelt. Unsere Emotionen und die Inspiration, sich mit der Natur und anderen  zu verbinden, spiegelt das Wasser wider, während der Himmel dadurch symbolisiert wird, dass wir etwas erreichen wollen und können, ohne uns dafür selbst aufzugeben. 

Hier wird die Arbeit der Druidin in anderen Aspekten deutlich und zeigt uns, dass die Bäume für uns Frauen von viel größerer Bedeutung sind, als es vielleicht damals für die männlichen Druiden der Fall war oder es heute sogar noch ist.

In manchen Hainen pulsieren zusätzliche Kräfte, da sie auf Leylinien oder einer unterirdischen Kraftlinien-Kreuzung stehen. Der Kreis der Bäume verstärkt diese Energie noch zusätzlich.

Liebe Grüße

Eure
Sjel

1 Kommentare:

Isabeau Zaunreiterin hat gesagt…

Ein wundervolles Thema... der heilige Hain ist eine ganz besondere Kraftquelle und wirklich sehr besonders. Es ist der Ort, der so nah mit der Anderswelt verbunden ist, dass man nur noch die Hand ausstrecken muss, um sie zu betreten.
Danke für diesen schönen Beitrag. bb Isabeau

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