Ostara

Ostara (keltisch Alban Eiler) wird auch Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche genannt.

Begangen wird das Fest am 21. März, an welchem der Tag und die Nacht gleich lang sind und ist der den Göttern Aengus Og sowie Boand gewidmet.


Bis zur Sommersonnenwende werden die Tage immer länger, die Sonneneinstrahlung nimmt zu. Die Sonne erweckt die Natur zu neuem Leben. Die Pflanzen treiben aus, die ersten Knospen öffnen sich. Die Säfte steigen in die Bäume.

Früher war dieses Fest ein Fest der Hoffnung. Hoffnung auf ein neues, gutes Erntejahr, da die alten Wintervorräte mittlerweile fast aufgebraucht waren. Zur Frühlingstagundnachtgleiche haben die Bauern die Felder für die neue Aussaat vorbereitet. Dies geschah in einem Segnungsritual, das man auch Feldweihe nannte. Auch heute wird dies an manchen Orten noch durchgeführt. Dazu schreitet der Bauer die Felder ab, und steckt an jeder Ecke des Feldes heilige Kräuter, Äste einer Weide und manchmal sogar eine Kerze in den Boden. Während des Rituals bittet er um eine reichhaltige Ernte und um Schutz für die Felder.

Zur Zeit der Frühlingstagundnachtgleiche werden vor allem Frühlings- und Vegetationsgöttinen verehrt, die jetzt aus ihrem totenähnlichen Winterschlaf erwachen und neues Leben auf die Erde bringen. Begrüßt werden die Göttinnen mit Musik, Gesängen und Tänzen. Sie werden um Segen für die Fruchtbarkeit der Erde gebeten. Die germanische Göttin Ostara ist die Göttin des Frühlings und der Fruchtbarkeit. Sie bringt die strahlenden Sonne und neues Wachstum. Ostara weckt die Lebenskraft der Erde und des Menschen. Ihre Blume ist die weiße Lilie, ihre beiden heiligen Tiere sind der Hase und der Marienkäfer. Beide stehen als Symbole für Glück und Fruchtbarkeit.

Zur Frühlingstagundnachtgleiche dürfen wir uns mit dem Wachstum und Keimen der Pflanzen identifizieren. Auch wir wachsen und keimen durch die Kraft der Sonne und der Erde. Jetzt ist es an der Zeit, die Visionen, die wir zu Imbolc hatten, umzusetzen und in die Welt zu bringen. Wir dürfen unseren Samen (unsere Gedanken und Ziele) säen, damit er aufgehen, wachsen und Früchte tragen kann. Unsere Visionen dürfen keimen und wachsen und sich ab jetzt auch im Außen zeigen. Nicht nur die keimenden Pflanzen werden im Frühling sichtbar – auch wir selbst werden sichtbar. Es ist die Zeit in der wir zeigen dürfen, wer wir sind. Im März heißt es, allen Mut zu sammeln und sich auf den Weg machen, denn jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Gestützt werden wir dabei von den Kräften der Frühlingsgöttinnen. Sie bringen uns die Kraft für den Neubeginn und für unser weiteres Wachstum.

Weitere Bräuche:

- Es wurden rot gefärbte Eier als Symbol der Fruchtbarkeit versteckt.

- Die Menschen wuschen sich rituell mit Quellwasser

- Die Felder wurden gesegnet (dies kann man heutzutage wunderbar auf den eigenen Garten oder Pflanzkästen übertragen).

Andere Ritualvorschläge findet ihr HIER

Pflanzen zu Ostara:

- Bärlauch
- Brennessel
- Löwenzahn
- Gänseblümchen
- Birke
- Holunder
- Lavendel
- Kamille
- Linde
- Himbeere
- Ringelblume
- Weißdorn
- Salbei
- Tanne

Speisen zu Ostara:

- Heute kennen wir das Fest mit dem Namen "Ostern" und kennen demnach alle die typischen Osterspeisen sowie -getränke.

Menüvorschlag:

- Quiche mit Spinat und Speck
- Kräuterbrötchen
- süße Crepes

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