Rauhnächte

Die wohl magischsten und geheimnisvollsten Tage und Nächte des Jahres.

Es ist die Zeit, sich zu regenerieren, zu reinigen und neu zu beginnen. Die Zeit, in der die "Wand" zwischen dem Diesseits und dem Jenseits sehr dünn ist. Alles, jedes noch so kleine Zeichen kann für das kommende Jahr von Bedeutung sein, denn jede Rauhnacht ist einem entsprechenden Monat zugeordnet.

Orakel zeigen uns wie das neue Jahr werden wird, aber auch können wir das neue Jahr aktiv mitgestalten, indem wir jede Rauhnacht so leben, wie es uns bestmöglich ist.


Dennoch möchte ich hier nicht auf die Rauhnächte ansich eingehen, da den meisten vermutlich bekannt ist, worum es in dieser Zeit geht, woher die Bräuche stammen, welche Götter in dieser Zeit besondere Bedeutung haben usw. Denn das würde den Rahmen absolut sprengen und es gibt wirklich tolle Literatur zu den Rauhnächten, in welcher man sich, in liebevoll gestalteter Weise, mehr Wissen und Details über die Rauhnächte anlesen kann.

Viel lieber möchte ich auf die praktische Seite der Rauhnächte eingehen und darauf, wie man sie  zu etwas Besonderem machen und auf ganz persönliche Art zelebrieren kann.

So können wir die Rauhnächte vorbereiten, indem wir:

* alles, was wir uns im vergangenen Jahr geliehen haben, zurückgeben
* Schulden begleichen und Rechnungen bezahlen
* Das ganze Haus oder die ganze Wohnung putzen und aufräumen. Hier kann auch das Haus, bzw. die Wohnung geweiht werden
* alte Angelegenheiten klären und aus der Welt schaffen
* Dinge vorbereiten, mit denen wir lieben Menschen während der Rauhnächte etwas Gutes tun und uns bei ihnen bedanken können
* usw.

Sobald wir diese Dinge erledigt haben und die Rauhnächte kurz bevorstehen, geht es daran, ins Detail zu gehen und weitere Vorbereitungen zu treffen.

So können wir:

* einen Ort der absoluten Ruhe schaffen, in welchem wir später unsere Rituale usw. durchführen
* einen Altar in diesem Raum gestalten (mit Kristallen, Räucherschale, Orakel, Kräutern, Talismanen, Schutzsymbolen usw.), damit wir später alles griffbereit haben
* einen Kraftort suchen
* ein Tagebuch anlegen
* Rituale vorbereiten

Haben wir auch diese Vorbereitungen abgeschlossen, können die Rauhnächte beginnen.

In den nächsten 12 Nächten ist nun genug Platz für Dinge, die uns bewegen, uns glücklich machen, weiterbringen und Kräfte sammeln lassen. Wir halten Rückschau, ziehen Bilanz, verinnerlichen Ereignisse sowie Erlebnisse des vergangenen Jahres und meditieren ggf. darüber, wo wir gerade stehen. Wir reinigen unser Haus oder unsere Wohnung von schlechten Energien, räuchern dazu das gesamte Haus von unten nach oben aus, öffnen alle Fenster, damit entfliehen kann, was entfliehen möchte und schreiten die einzelnen Räume insgesamt 4 Mal im Uhrzeigersinn ab. Nicht zu vergessen, visualisieren wir während des gesamten Vorgangs den Wunsch danach die Energien zu klären. Aber auch können wir Blicke in die Zukunft wagen, Kräfte sammeln oder kreativ werden.

Letztlich können wir alles tun, was uns in diesen Tagen gut tut und voran bringt. Jeder kann dabei für sich entscheiden, was er in dem Moment braucht und auch wird jeder individuell für sich wissen, was "richtig" ist.

Dazu können wir alles in unserem Tagebuch festhalten ... was uns passiert, was wir wahrnehmen, träumen, welche Erlebnisse wir haben, wie das Wetter ist, welche Ereignisse wir miterleben usw. Alles was uns in diesen Tagen "auffällt", kann ein Indiz für den entsprechenden Monat sein und uns ggf. sagen, was wir in diesem Monat zu erwarten haben.


Aber es gibt noch andere Dinge, die wir in den Rauhnächten tun können und was wir wissen sollten.

* wir können jede Nacht ein Licht ins Fenster stellen
* wir sollten keine Wäsche waschen oder aufhängen, da sich die umhertreibenden Geister darin verfangen könnten und somit Unheil über uns und unser Haus bringen
* alle Räder sollen still stehen (hier sind in unserer modernen Zeit besonders die Gedankenräder gemeint)
* wir sollten nicht streiten, fluchen, schimpfen oder Türen knallen
* es lohnt sich in jeder Hinsicht zu lauschen
* es ist die Zeit viel von Herzen zu schenken
* aber auch die Zeit, um schwere Arbeit liegen zu lassen 
* wir können jeden Abend ein Licht-und-Dunkel-Ritual feiern 
* es ist die Zeit, um Momente "einzufrieren", inne zu halten und zu beobachten
* in der 7. Nacht (Silvester) können wir 2 Raketen in den Himmel schicken. Eine für alles, was wir im neuen Jahr loslassen möchten und eine für alles, was wir uns im neuen Jahr wünschen
* wir können täglich orakeln und dabei fragen: "Worum geht es heute und im nächsten Jahr für mich?" "Was wird mir helfen, in dieser Zeit erfolgreich zu sein?" 
* Speziell in der 12. Rauhnacht sollten wir uns die EINE Frage stellen ... Worum geht es im neuen Jahr für mich?
* wir können 13 Wünsche formulieren, diese auf Zettel schreiben (pro Wunsch 1 Zettel) und in jeder Rauhnacht einen dieser Zettel in einem kleinen Ritual verbrennen. 12 der Wünsche gehen damit in Rauch auf und werden von den Göttern "erledigt". Die Erfüllung des 13. und letzten Wunsches aber obliegt uns selbst.
* wir können die Rauhnächte am 21. Dezember (Jul) ganz offiziell mit einem Ritual eröffnen und am 6.1. ebenso offiziell beenden
 * wir sollten uns morgens und abends eine Auszeit nehmen und den Tag sowie die Nacht begrüßen 
* wir können morgens am Fenster den Tag erspüren, lauschen, tief einatmen und uns fragen "wie geht es mir heute?"

Alles in allem können wir diese 12 Tage und Nächte zu etwas ganz Besonderem machen, innehalten und uns genau das herausziehen, wozu uns im Rest des Jahres die Zeit oder die Muße fehlt. In diesen 12 Nächten ist alles erlaubt, was Leib und Seele gut tut, was uns Kräfte sammeln und gut ausgeruht sowie voller Pläne, Elan und Freude ins neue Jahr starten lässt.

Ich wünsche euch allen wunderbar besinnliche, magische und erholsame Rauhnächte

Liebe Grüße

Eure
Sjel
  

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